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21.12.2010 apa

Internet vor Umbruch: Mehr Macht für Mobilfunker

Das Internet steht vor einem grundlegenden Umbruch, denn in den USA werden die Spielregeln für das Datennetz neu festgelegt. Dabei dürfte die Netzneutralität gekippt werden.

Das Netz wird vereinfacht gesagt zweigeteilt – bei Internetverbindungen per Handy hätten dann die Mobilfunk-Netzbetreiber wie Verizon Wireless oder ATT viel stärker das Sagen und könnten sogar einzelne Dienste wie Skype unterbinden. Dagegen soll sich das Internet für den Endnutzer zu Hause zunächst wenig ändern. Die Betreiber der schnellen Datenautobahnen – die Telekom- und Kabelkonzerne – dürfen künftig aber stärker in den Datenfluss auf ihrem Netz eingreifen, um Engpässe zu vermeiden.

Dabei können sie einzelne Internet-Seiten oder andere Anwendungen allerdings nicht blockieren, so lange kein Gesetzesverstoß vorliegt, wie es in dem Vorschlag von Julius Genachowski, Chef der US-Telekommunikationsaufsicht (FCC), heißt, der in einer öffentlichen Sitzung verabschiedet werden sollte.

Die Chancen für den Vorstoß stehen gut. Genachowski sicherte sich bereits die Unterstützung von zwei der insgesamt fünf Kommissare, die die FCC leiten. Zusammen mit seiner Stimme reicht das, um die beiden anderen Mitglieder des Gremiums zu überstimmen und die Vorgaben durchzusetzen. "Wir führen ein Regelwerk ein, das die Verlässlichkeit für Unternehmen und Investoren erhöhen wird", heißt es im Redetext des Behördenchefs.

DEBATTE UM NETZNEUTRALITÄT Internet-Aktivisten haben an den neuen Internet-Vorgaben viel auszusetzen. "Diese Regeln scheinen voller Lücken zu sein", sagte Craig Aaron von der Internet-Gruppe "Free Press". Andere Streiter für ein freies Internet stimmen dem Vorschlag jedoch zu: Er sei besser als gar nichts, sagen sie.

Befeuert wurde die Debatte über die sogenannte Netzneutralität von Google und Verizon, die im Sommer in den USA Vorschläge für eine kostenpflichtige privilegierte Netznutzung gemacht hatten. (apa)

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