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16.12.2009 Christof Baumgartner

E-Government zeigt sein Potenzial

Während Österreich in so manchem IKT-Ranking zunehmend an Boden verliert, bleibt das Land im Bereich E-Government im Spitzenfeld.

Um weiterhin in diesem Bereich Vorne mit dabei zu bleiben braucht es ein gemeinsames Vorgehen von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden mit ihren Wirtschaftspartnern. Um das Bewusstsein in den Politikerköpfen zu stärken präsentierte sich nahezu die gesamte E-Government Branche Österreichs bei einer Ausstellung im Parlament. Laut Christian Rupp, Sprecher der Plattform Digitales Österreich im Bundeskanzleramt, will man den politisch Verantwortlichen die Wertigkeit und den Nutzen von E-Government sowie die damit verbundenen Einsparungs- und Synergiepotenziale näherbringen.

Laut einer Deklaration der EU-Minister, die kürzlich in Schweden unterzeichnet wurde, ist vorgesehen, dass bis 2015 Bürger und Unternehmen E-Government-Services erhalten die nutzerzentriert sind, die Transparenz staatlichen Handelns erhöhen und den Zugang zu öffentlichen Informationen sowie die Partizipation am staatlichen Handeln erleichtern sollen. Dabei wurden die dafür erforderlichen Basisdienste und Voraussetzungen wie etwa elektronische Signaturen oder elektronische Identitäten explizit verankert. Ein wichtiger Schritt, um E-Government näher an die Bürger zu bringen ist mit Sicherheit die Möglichkeit, künftig Amtswege via Handy zu erledigen. Rupp erwartet, dass dies den elektronisch abgewickelten Amtswegen einen starken Schub verleihen wird. Österreich ist das erste Land, das eine soche Lösung bringt.

POLITIK ERKENNT NUTZEN Auch Karin Hakl, ÖVP-Sprecherin für Innovation und Telekommunikation, glaubt, dass damit eine große Hürde genommen wurde: »Jetzt kann ich mich zum Beispiel via Smartphone bei einem Umzug ummelden, das Melderegister ist per Handy erreichbar. Das ist unkompliziert und spart Zeit und Geld für die Nutzer.« Zur Wichtigkeit der IKT-Branche für die heimische Wirtschaft meinte Hakl: »Die IKT-Unternehmen Österreichs tragen zu unserem BIP längst gleich viel bei wie der Tourismus, das wird viel zu wenig wahrgenommen. IKT ist eine Wachstumsbranche und bietet höchstqualifizierte und gut bezahlte Jobs.«

In der Ausstellung im Parlament zeigten unter anderem Unternehmen wie Beko, Cisco, Fabasoft, Microsoft, Siemens, Oracle, IBM, IDS Scheer und SAP ihre E-Government-Lösungen.

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