E-Government-Portal soll österreichischen Unternehmen eine Milliarde Euro sparen Detail - Computerwelt

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03.03.2009 Oliver Weiss

E-Government-Portal soll österreichischen Unternehmen eine Milliarde Euro sparen

Ein One-Stop-Shop-Portal soll die Qualität der Leistungen für Firmen erhöhen, da nicht mehr für jede Anwendung eigene Anmeldeprozedere nötig sind.

Der Ministerrat hat heute, Dienstag, die Einrichtung eines One-Stop-Shop-Portals für Unternehmer beschlossen. Firmen sollen sich damit im Lauf der Legislaturperiode eine Milliarde Euro an Verwaltungskosten ersparen. "Mit dem heutigen Beschluss des Ministerrats, ist das Startzeichen für die Einrichtung eines Unternehmensportals gefallen. Damit können Unternehmen in Zukunft alle für sie relevanten Informationen zielgerichtet und bei einer Plattform direkt abfragen, ihre Informationsverpflichtungen rasch und effizient abwickeln und die Behördenwege in allen für sie wichtigen Verfahren online über ein Seite mit einer Anmeldung durchführen", so Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (Foto) am Dienstag im Anschluss an den Ministerrat.

Bereits bestehende Anwendungen wie auf FinanzOnline oder Help.gv.at sollen für diesen Zweck gebündelt werden. Die Daten eines Unternehmens werden dabei nur ein Mal abgefragt und dann immer dort verwendet, wo es eine Rechtsgrundlage gibt. Die Mehrfachbefragung von Unternehmen zum selben Sachverhalt wird damit beendet. Das Unternehmensportal soll für Unternehmen den einzigen Zugang zur öffentlichen Verwaltung darstellen, über den alle Ämter und Behörden direkt und sicher erreicht werden können.

Auch die Behörden sollen von dem Unternehmensportal profitieren, weil sie weniger Daten bearbeiten müssen und damit auch Ressourcen sparen. In einem ersten Schritt soll die Plattform Informationsverpflichtungen und Verfahren des Bundes beinhalten und dann im weiteren auch für Verfahren der Länder und Gemeinden geöffnet werden. Der vorläufige Zeitplan sieht eine Projektumsetzung in drei Stufen bis 2012 vor. Das Finanzministerium rechnet mit einem langfristig Entlastungspotenzial von über 300 Mio. Euro jährlich.

"Mit dem Unternehmensportal wird die Qualität der Leistungen für Unternehmen erhöht, weil nicht mehr für jede Anwendung eigene Anmeldeprozedere und verschiedene Passwörter nötig sind. Das spart Zeit und Geld. Ein Vorteil, der sich natürlich durchzieht, denn auch wenn Änderungen in den Stammdaten oder wichtigen Bereichen stattfinden, müssen diese nur einmal geändert werden. Alle Doppel- und Mehrfachmeldungen fallen weg", so Schieder. Für die Verwaltung ergibt sich daraus eine bessere Qualität der Daten und ein geringerer Wartungsaufwand. Um hier für optimale Umsetzung zu sorgen, werden auch die Ministerien in dieser Frage verstärkt und eng zusammenarbeiten, um möglichst beste Ergebnisse zu erzielen.

"Gerade in der aktuellen wirtschaftlichen Situation, schaffen wir damit auch Einsparungspotentiale für Unternehmen und insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen, die bisher viel Zeit und Nerven in solche bürokratische Schritte investiert haben. In dem wir Behördenwege einfacher, zeitsparender und in höherer Qualität anbieten, schaffen wir Standortvorteile für Österreich und sichern Arbeitsplätze", betont Schieder. Bis Ende 2009 soll die erste Phase des Unternehmensportals abgeschlossen sein und die wichtigsten Dienste online verfügbar sein.

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