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06.03.2009 Oliver Weiss

E-Government-Anwendungen erleichtern den unternehmerischen Alltag

One-Stop-Shop-Portal für Unternehmer und sichere elektronische Zustellung von Dokumenten: Österreich auf dem Weg zur modernen Verwaltung.

Am E-Day der Wirtschaftskammer Österreich wurde verlautbart, dass das Wiener Taxigewerbe mit rund 4.500 Taxiunternehmern und Lenkern nun auf die E-Card mit Bürgerkartenfunktion setzt, um E-Government in der höchsten Ausbaustufe zu verwenden. Die Bürgerkarte ist der elektronische Ausweis mit Unterschriftsfunktion im Internet und kann kostenlos auf der E-Card aktiviert werden (www.buergerkarte.at). Damit stehen alle interaktiven E-Government Lösungen, wie zum Beispiel MyHELP.gv.at von der Antragstellung bis zur Zustellung des Bescheides vollständig elektronisch zur Verfügung.

„Neben den Rechtsanwälten, Notaren, Bundesbediensteten und Angestellten der Wirtschaftskammer Österreich, setzt nun auch das Wiener Taxigewerbe geschlossen auf unsere E-Government Lösungen. Damit ist eine weitere wichtige Zielgruppe zu 100 Prozent an Bord und profitiert von den vielfältigen Möglichkeiten der elektronischen Signatur“, sagt Manfred Matzka, Präsidialchef des Bundeskanzleramtes. Vor allem das vom Ministerrat beschlossene One-Stop-Shop-Portal für Unternehmer soll Firmen im Lauf der Legislaturperiode eine Milliarde Euro an Verwaltungskosten ersparen. Unternehmen können damit in Zukunft alle für sie relevanten Informationen zielgerichtet und bei einer Plattform direkt abfragen, ihre Informationsverpflichtungen rasch und effizient abwickeln und die Behördenwege in allen für sie wichtigen Verfahren online über ein Seite mit einer Anmeldung durchführen. Bereits bestehende Anwendungen wie auf FinanzOnline oder Help.gv.at sollen für diesen Zweck gebündelt werden. Die Daten eines Unternehmens werden dabei nur ein Mal abgefragt und dann immer dort verwendet, wo es eine Rechtsgrundlage gibt. Die Mehrfachbefragung von Unternehmen zum selben Sachverhalt wird damit beendet.

Die elektronische Zustellung ist dabei ein wesentlicher Faktor. Eine einmalige Registrierung Bürgerkarte bei einem Zustelldienst (Liste unter www.zustellung.gv.at) genügt, um behördliche Schriftstücke bequem, kostenlos und rund um die Uhr über das Internet empfangen zu können. Wenn ein neues Schriftstück einlangt, wird der Empfänger davon unverzüglich per E-Mail informiert. Die Abholung eines eingelangten Schriftstückes erfolgt mit der Bürgerkarte auf der Internet-Seite des Zustelldienstes. Mit der qualifizierten elektronischen Signatur der Bürgerkarte unterschreibt der Empfänger den elektronischen „Rückschein“, der wiederum der versendenden Behörde übermittelt wird. Durch diese verlässliche Nachweisbarkeit unterscheidet sich die elektronische Zustellung von einer konventionellen E-Mail, bei welcher der Empfang einer Nachricht nur schwer nachweisbar ist

Als neues Service steht ab sofort beim Zustelldienst meinbrief.at auch die nachweisliche Zusendung von Schriftstücken im Auftrag von Privaten zur Verfügung (siehe auch: "Duale Zustellung" nun auch für die Privatwirtschaft). Damit kann jeder nicht nur Schriftstücke empfangen, sondern auch aktiv versenden – es geht somit um das elektronische Pendant zum „Einschreibbrief“. Die Vorteile gegenüber einer E-Mail liegen bei der Nachweisbarkeit des Empfangs und bei der hohen Sicherheit am Übertragungsweg.

Sektionschef Matzka: „In Zeiten von Phishing, Spam und Virenattacken ist es wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern sichere, geprüfte und einfach zu bedienende Services anzubieten. Die Erweiterung der Zustellung unter Verwendung unseres Zustellkopfes um die nachweisliche Zusendung im Auftrag von Privaten ist ein wichtiger Schritt der Wirtschaft zu mehr Sicherheit, Nachweisbarkeit und Verlässlichkeit im elektronischen Datenverkehr. Wichtige Verträge, persönliche oder vertrauliche Dokumente können nun auch von Privaten nachweislich über die elektronische Zustellung an den Empfänger übermittelt werden. Beweisprobleme betreffend den Erhalt eines elektronischen Dokuments gehören somit der Vergangenheit an.“

Das Bundeskanzleramt hat diese Woche auch per Bescheid einen zweiten elektronischen Zustelldienst zugelassen. Damit steht neben meinbrief.at von Raiffeisen Informatik künftig ebenso brz-zustelldienst.at vom Bundesrechenzentrum als Anbieter zur Verfügung.

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