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20.05.2009 Edmund Lindau

Österreich droht, seine IT-Kompetenz zu verlieren

Trotz der gegenwärtigen hohen Arbeitslosigkeit kündigt sich für Österreich innerhalb der nächsten Jahre ein Mangel an IT-Mitarbeitern an.

Während in den klassischen Berufen kaum Ausbildungsplätze zu finden sind und die Industrie Kurzarbeit verkündet, mangelt es in der IT teils immer noch an Fachkräften und jungen Menschen mit technischer Ausbildung beziehungsweise entsprechenden Ambitionen. »Jung zu sein ist keineswegs ein Nachteil auf dem Arbeitsmarkt. Stattdessen werden durch die aktuelle Wirtschaftslage jahrelange bildungs- und gesellschaftspolitische Versäumnisse akut und transparent«, so Wilfried Seyruck, stellvertretender Obmann und Vorsitzender der Informationstechnologen im Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT).

Dabei sei, so Seyruck, der aktuelle Fachkräftemangel in IT- und IT-nahen Berufen erst ein lauer Vorgeschmack auf eine herannahende Flutwelle offener IKT-Stellen. In den vergangenen Jahren hätten bis zu 47 Prozent der heimischen IT-Unternehmen dringend benötigte Stellen nicht qualifiziert besetzen könen. Jetzt aber zeichne sich in allen IT-abhängigen Wirtschaftsbereichen eine dramatische Schere zwischen Bedarf und Absolventen ab. Innerhalb der nächsten zehn Jahre drohe, was das heimische IT-Know-how betreffe, ein »wahrer Supergau«. Seyruck: »Die erste IT-Generation wird in dieser Zeit in Pension gehen. Damit kommt es einerseits zu einem signifikanten Verlust bestehenden Wissens. Gleichzeitig kann dieses durch die niedrigen Absolventenzahlen im Rahmen der IT-relevanten Studienrichtungen nicht mehr in vollem Umfang kompensiert werden.«

Während der Andrang bei Studienrichtungen wie Jus, Medizin, BWL und Psychologie ungebrochen ist, entscheiden sich nur 16 Prozent aller Studierenden für naturwissenschaftliche Studienrichtungen. Von ihnen wählen lediglich 13 Prozent eine technische Studienrichtung, und von diesen wiederum beginnen nur knapp 20 Prozent ein Informatikstudium.

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