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29.11.2013 :: Printausgabe 24/2013 :: Christof Baumgartner

GeOrg zieht in Gemeinden ein

Comm-Unity und SAP Österreich haben mit "GeOrg" eine Software-Lösung entwickelt, die die Verwaltungsarbeit von Gemeinden effizienter und kostengünstiger machen soll.

"GeOrg" soll die Verwaltungsarbeit von Gemeinden effizienter und kostengünstiger machen.

"GeOrg" soll die Verwaltungsarbeit von Gemeinden effizienter und kostengünstiger machen.

© Christof Baumgartner

Die Software GeOrg (Gemeinde-Organisator), die von Comm-Unity, einem Spezialisten für kommunale IT-Lösungen, entwickelt wurde, soll die kommunale Administration erleichtern. Für GeOrg konnte SAP Österreich als Partner gewonnen werden, schließlich baut die Lösung auf Software des deutschen Herstellers auf. "Mit dem Gemeinde-Organisator GeOrg eröffnet sich eine neue Dimension für Kommunen", sagt Herbert Mißmann, Geschäftsführer von Comm-Unity. Mit Hilfe von SAP soll der Gemeinde-Organisator laut Mißmann in der Lage sein, "nahezu jede Verwaltungsaufgabe zu lösen und den Kommunen damit zeitraubende, komplexe Arbeit abzunehmen". Trotzdem soll die Lösung auch für kleinere Organisationseinheiten leistbar bleiben.

"Dank der hochspezialisierten Verwaltungssoftware sollen Gemeinden die Vorteile von SAP ohne kostenintensive Implementierungsprozesse nützen können", bringt es Mißmann auf den Punkt. "Die große Chance für Kommunen, Landes- und Bundesbehörden, ihr Service-Portfolio auszuweiten und zu verbessern, hängt weitgehend von vernetzten IT-Strukturen und schnellen Informationsflüssen ab", ergänzt SAP-Österreich-Geschäftsführer Klaus Sickinger, und weiter: "In den nächsten Jahren werden Instrumente der strategischen Steuerung die Transparenz und Qualität des öffentlichen Handelns in der Verwaltung erhöhen."

ZUSAMMENARBEIT MIT VERWALTUNGSREGISTERN
Vor allem den Gemeindemitarbeitern soll GeOrg die Verwaltungsarbeit künftig durch standardisierte und medienbruchfreie Prozesse erleichtern. Kosten- und Leistungsrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanzierung, Rechnungsabschluss, elektronische Freigabeverfahren, Investitionsplanungen, Immobilienverwaltung und Instandhaltung sind dabei nur einige seiner Einsatzbereiche. "Die Lösung sorgt für die vollständige Verschmelzung der Buchhaltungsstile Kameralistik und Doppik. Damit wollen wir unseren erfolgreichen Weg fortsetzen. Das Zusammenspiel mit den vorhandenen Verwaltungsregistern steht dabei an vorderster Stelle unserer Zielsetzungen", so Mißmann. Auch für die bevorstehende Haushaltsrechtsreform für österreichische Gemeinden sei GeOrg bereits gerüstet.

Positive Erfahrungswerte mit dem Gemeinde-Organisator hat etwa die Gemeinde Micheldorf gemacht. Die Kärntner Kommune hat ein modernes Finanzmanagement etabliert und profitiert bereits von der Verschmelzung der Buchhaltungsstile Kameralistik und Doppik (mehrdimensionales Rechnungswesen). "Eine perfekte Übersicht der Gemeindefinanzen, die Möglichkeit jederzeitiger Bilanzierung und die Standardisierung beziehungsweise Vereinfachung von Abläufen in der Organisation, zählen zu den Vorteilen, die uns das Softwaresystem ermöglicht", sagt Heinz Wagner, Bürgermeister Gemeinde Micheldorf.

EINBINDUNG VON BÜRGERN UND WIRTSCHAFT
Der Einsatz von GeOrg soll laut den Verantwortlichen aber auch die Einbindung der Bürger und der Wirtschaft in die kommunalen Verwaltungsprozesse – und zwar ohne zusätzliche Schnittstellen – ermöglichen. So sollen sich etwa ausgegliederte Unternehmungen der Gemeinden ebenso in die eigenen Verwaltungsprozesse integrieren lassen wie unterschiedliche Systeme und Register wie zum Beispiel zentrales und lokales Melderegister, Adress-, Wohnungs- und Gebäuderegister und andere. Die Integration des Unternehmensregisters für die Unternehmen stelle ebenfalls eine wesentliche Erleichterung für beide Seiten dar.

"Mit GeOrg ist somit ein weiterer wichtiger Schritt in der E-Government-Entwicklung in Österreich gelungen", sagt auch Roland Ledinger, Bereichsleiter IKT-Strategie im Bundeskanzleramt, und: "Um Verwaltung effizient gestalten zu können, sind vernetzte Lösungen notwendig." Nur durch die Verbindung mit zentralen Registern und der Basisarchitektur von E-Government könne man One-Stop-Lösungen und durchgängige medienbruchfreie Prozesse schaffen. Automatisierte Schnittstellen zu zentralen Verfahren, wie zum Beispiel Statistik Austria und FinanzOnline runden die elektronische Verwaltungswelt der Gemeinden ab. "Mit GeOrg ist eine umfassende Lösung gelungen, die alle Architektur-Elemente von E-Government berücksichtigt und so ein Best Practice darstellt", so Ledinger abschließend. (cb)

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