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16.11.2012 pte

Ballons ermöglichen Kommunikation nach Katastrophen

Die US-amerikanische Federal Communications Commission prüft aus aktuellem Anlass Wege, den Ausfall der Kommunikationsnetze in Katastrophenfällen mittels Helium-Ballons oder unbemannten Drohnen zu überbrücken.

Fluggeräte mit Netzwerk-Technologie sollen Lücken in Mobilfunknetzen schließen

Fluggeräte mit Netzwerk-Technologie sollen Lücken in Mobilfunknetzen schließen

© Spectral-Design - Fotolia

Die Fluggeräte sollen mit Netzwerk-Technologie ausgerüstet werden, die Lücken in Mobilfunknetzen schließen oder WLAN-Netzwerke aufspannen soll. Zumindest Notrufe und die Kommunikation für Hilfsdienste soll so gewährleistet werden. Die provisorischen Netzwerke könnten im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit gestartet werden, wie die Huffington Post berichtet.

Vor allem für die Helfer, die unmittelbar nach einer Katastrophe im Einsatz sind, wäre ein funktionierendes Kommunikationsnetz eine enorme Erleichterung. "Wir haben zwar solarbetriebene Lösungen, die uns die Kommunikation mit unseren Einsatzzentren via Funk oder Satellit ermöglichen, ein funktionierendes Mobilfunknetz erleichtert unsere Arbeit aber enorm, da der Kontakt zu lokalen Mitarbeitern damit einfacher ist und auch Daten übertragen oder GPS-Dienste genutzt werden können", erklärt Andreas Papp von Ärzte ohne Grenzen gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext.

Während des Sturms "Sandy" sind in zehn US-Bundesstaaten etwa 20 Prozent der Handynetz-Masten ausgefallen. Die Betreiber haben zwar versucht, die Lücken mit mobilen Anlagen auf Fahrzeugen zu stopfen, das gelang aber nur begrenzt. Ballons oder Drohnen wären hier bedeutend schneller und leichter in die Problemzonen zu beringen. Das US-Militär verwendet ähnliche Technologien in abgeschiedenen Gebieten bereits seit Jahren erfolgreich. Für einen zivilen Einsatz müsste vorher aber die Koordination geklärt werden.

Die Signale könnten noch vorhandene Kommunikationsnetze stören und der Einsatz müsste mit der entsprechenden Luftfahrtbehörde abgeklärt werden. Hilfsorganisationen, Behörden und Netzbetreiber müssten also eng zusammenarbeiten. Auch über die beste Technologie sind sich die Experten noch nicht ganz einig. Von kleinen Drohnen, die nur in einer Höhe von 150 Metern fliegen, bis zu flugzeuggroßen Geräten und Wetterballons, die in 18 Kilometern Höhe fliegen, gibt es verschiedene Ideen. Je nach Größe und Höhe schwankt auch das Gebiet, das mit den provisorischen Sendeanlagen mit Kommunikationsnetzen überzogen werden kann.

Die Stromversorgung erfolgt über Akkus, die einen Einsatz von rund 24 Stunden ermöglichen sollen. Trotz der Ungereimtheiten glauben US-Behörden, dass der Ansatz schon bei der nächsten Naturkatastrophe Leben retten könnte. Für einen Einsatz bei Hilfsorganisationen ist das System allerdings nur begrenzt geeignet. In einigen Krisengebieten könnten die eingesetzten Flugobjekte nämlich auch zu Missverständnissen führen, da gerade hochfliegende Objekte als Verletzung des Luftraums angesehen werden könnten. (pte)

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