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19.12.2014 pte/mi

High-Tech aus dem CERN für Startups

Dem akademischen Gründerservice accent ist es gelungen, einen Kooperationsvertrag mit dem Forschungszentrum CERN abzuschließen. Dieser neue Vertrag erlaubt es, Wissen aus dem CERN Jungunternehmen in Niederösterreich einfach zugänglich zu machen. Als gemeinsame Grundlage wurde das Austrian Business Incubation Center (BIC) gegründet.

High-Tech aus dem CERN für Startups

Zukunftsträchtige Kooperation mit dem CERN: (v.l.:) Michael Moll, Geschäftsführer accent, Klaus Schneeberger, MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzender, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Sigurd Lettow, CERN-Finanzchef, Gudrun Hager, österr. Wirtschaftsdelegierte WKO, Reinhard Klank, BMWF

© NLK J. Burchhart

"In unserer Wirtschaftsstrategie spielen Unternehmensgründungen eine wichtige Rolle. Akademische JungunternehmerInnen mit Wachtumspotenzial wollen wir verstärkt begleiten und fördern", unterstreicht Landesrätin Dr.in Petra Bohuslav. "Diese neue Kooperation ist eine hervorragende Ergänzung des bestehenden Unterstützungsangebotes von jungen Start-Ups aus der angewandten Forschung."

CERN hat 2012 damit begonnen in Europa nach geeigneten Partnern zu suchen, um Start-Ups mit ihrem Know-How zu unterstützen. In Großbritannien wurde die erste Technologiekooperation für Jungunternehmer gestartet. Nach den Niederlanden und Norwegen konnte sich zuletzt das accent, der niederösterreichische Inkubator für Technologie Start-Ups, für diese Kooperation qualifizieren. Für das accent und seine Gründerinnen und Gründer ermöglicht die Zusammenarbeit mit den CERN-Wissenschaftlern ihren Technologievorsprung weiter auszubauen und sich damit einen entscheidenden Marktvorsprung mit diesen Schlüsseltechnologien zu sichern. Schwerpunktthemen sind beispielsweise die Bereiche Big Data, Datenanalyse, Kryotechnologie sowie Magnet- und Materialforschung.

"Ein wichtiger Bestandteil des CERNs ist der Technologietransfer", erklärt CERN-Finanzchef Sigurd Lettow. "Daher wurde die CERN 'Knowledge Transfer Group' gegründet. Eine Kernaufgabe dieser Gruppe ist es, den Technologietransfer zu neuen Start-Ups weiter zu verstärken, um das wissenschaftliche Know-how für die Gesellschaft zugänglich und nutzbar zu machen."

Auch für MedAustron-Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Schneeberger ist die gute Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum CERN von großer Bedeutung. "Ohne die erfolgreiche Kooperation mit dem CERN hätten wir MedAustron nicht umsetzen können. Neben dem Wissensaustausch beim Aufbau des Beschleunigers konnten auch junge Forscherinnen und Forscher aus Niederösterreich mit der wissenschaftlichen Elite am CERN Schulter an Schulter zusammenarbeiten. Eine einmalige Chance, die sich nun auch unseren Jungunternehmerinnen und -unternehmern bietet", unterstreicht Schneeberger.

"Die Option auf CERN-Technologien zurückgreifen zu können, stellt für unsere Start-Ups ein unglaubliches Potenzial dar. Dies ist gelungen, weil die Zusammenarbeit neben dem CERN auch mit der Wirtschaftskammer-Außenhandelsstelle in Bern, dem Wissenschaftsministerium und dem Land Niederösterreich so ausgezeichnet funktioniert hat", bekräftigt Mag. Michael Moll, Geschäftsführer des accent Gründerservice.

Der Startschuss für das erste BIC-Projekt wurde bereits im Herbst 2014 gelegt: Die Neuschnee GmbH - ein erfolgreiches von accent begleitetes Projekt zur Herstellung von Kunstschnee mit der Qualität und den Eigenschaften von natürlichem Schnee - konnte bereits bei einem Besuch im CERN ihre Anwendung präsentieren und geeignete Technologiefelder innerhalb des Genfer Forschungszentrums nutzen. Die Zusammenarbeit bietet nicht nur den niederösterreichischen Start-Ups einen optimalen Einstiegspunkt. Zukünftig wird in ganz Österreich im Rahmen des AplusB-Programmes Gründerinnen und Gründern der Zugang zu Leistungen des Forschungszentrums CERN ermöglicht werden.

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