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24.03.2015 pi/Rudolf Felser

Smart Factories: Europäisches Forschungsprojekt stellt Menschen in den Mittelpunkt

Das europäische Forschungsprojekt "FACTS4WORKERS" zum Thema Industrie 4.0 mit einem Projektvolumen von 7,9 Mio. Euro, 15 europäischen Forschungspartnern und vier Jahren Dauer rückt den Menschen ins Zentrum moderner Produktionen. evolaris ist Partner im Projekt und bringt seine Expertise im Bereich der Entwicklung innovativer HMI-Frontends auf Wearables ein. Das Konsortium unter der Leitung des österreichischen VIRTUAL VEHICLE Research Center will Möglichkeiten aufzeigen, wie vor allem Arbeitsplätze in der Fabrik der Zukunft attraktiv und intelligent gestaltet werden können und darüber hinaus Europa als Produktions-Standort gestärkt werden kann. Denn mehr Ausbildung und mehr Investitionen in Fabriken sollen in Europa neue und bessere Jobs bringen.

© evolaris

Produktionen wandern zunehmend aus europäischen Hochlohnländern in sogenannte Best-Cost-Länder ab oder an Standorte mit niedrigeren Energiekosten. Um diesem Trend entgegen zu wirken, ist die europäische Industrie gefordert, intelligente Wertschöpfungskonzepte im Produktionsbereich zu entwickeln. Die EU-Kommission will "die schrumpfende Rolle der Industrie umkehren" und die "Attraktivität Europas als Produktionsstandort wiederherstellen", so der zuständige Kommissar Antonio Tajani. Mit mehr Investitionen in Fabriken und Forschung und Entwicklung sollte der Anteil der Industrie an der europäischen Wirtschaftsleistung bis 2020 auf 20 Prozent angehoben werden. Derzeit liegt dieser Wert bei rund 15 Prozent.

Ein europäisches Forschungsprojekt stellt nun den Menschen ins Zentrum zukunftsweisender Produktionskonzepte, um Fertigungsberufe deutlich attraktiver zu gestalten und Europa wettbewerbsfähiger zu machen. Seit 1. Dezember 2014 koordiniert das VIRTUAL VEHICLE Research Center in Graz das Projekt Worker Centric Workplaces in Smart Factories (kurz FACTS4WORKERS genannt). Das Unternehmen evolaris ist als einer von 15 europäischen Forschungspartnern aus acht Ländern an einem eigens dafür gebildeten Konsortium beteiligt und bringt im Forschungsprojekt vor allem seine Expertise im Bereich der Entwicklung innovativer HMI-Frontends auf Wearables (Datenbrillen, Smartwatches, Tablets etc.) ein. "Wearable Devices eignen sich sehr gut, um den Arbeitsplatz für Mitarbeiter in der Fabrik der Zukunft intelligent zu gestalten. Unterstützende Informationen sind dann abhängig von der Tätigkeit und der Situation für den Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf verfügbar. Dadurch wird nicht nur die Kompetenz des Mitarbeiters gestärkt, sondern auch seine persönliche Motivation am Arbeitsplatz erhöht", so evolaris-Projektmitarbeiter Peter Brandl.

Die vierjährige Forschungsinitiative wird im Rahmen von Horizon 2020 gefördert. Dabei handelt es sich um ein EU-Förderprogramm für Forschung und Innovation der Europäischen Kommission, das für den Zeitraum 2014 bis 2020 angelegt ist.

AMBITIONIERTE ZIELE
Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sollen ein neues industrielles Zeitalter einläuten, das durch die sogenannte "Smart Factory" gekennzeichnet ist. Die Arbeiterinnen und Arbeiter werden als so genannte "Smart Worker" bestmöglich durch Informations- und Kommunikationstechnologie unterstützt, um flexibel, effizient und zuverlässig produzieren zu können. Dadurch werden lokale Wettbewerbsvorteile genutzt und (mittel)europäische Produktionsstandorte langfristig gesichert.

In der Smart Factory, der Produktionsstätte der Zukunft, steht der Mensch als flexibelstes Element der Produktionsabläufe im Zentrum der Aufmerksamkeit. Er wird hier als Produktions-Wissensarbeiter gedacht, d.h. beim Bedienen von Maschinen wird er durch optimierte Informations- und Kommunikationstechnologie, durch eine selbstlernende Arbeitsumgebung und durch in-situ-Lernen unterstützt.

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