Mehr Datenrate: "WiFO" verbindet LEDs und WLAN Mehr Datenrate: "WiFO" verbindet LEDs und WLAN - Computerwelt

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22.04.2015 pte

Mehr Datenrate: "WiFO" verbindet LEDs und WLAN

Forscher der Oregon State University (OSU) haben eine Technologie entwickelt, die LEDs zur Datenübertragung auch in einer Hybrid-Konfiguration mit WLAN nutzt. Speziell in Drahtlos-Netzen, auf die viele Geräte zugreifen, stellt "WiFO" damit laut der Universität zehn Mal höhere effektive Datenraten in Aussicht. Das Team ist nun auf der Suche nach einem Industriepartner, der die Technologie auf den Markt bringt.

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Theoretisch sind mit moderner WLAN-Technologie Datenraten von über 100 Megabit pro Sekunde (Mbps) möglich. Doch die realen Datenraten in stark genutzten Netzen - ob nun öffentlicher Hotspot oder Heimnetzwerk mit Dutzenden Geräten - liegen oft weit niedriger, im Bereich von fünf bis zehn Mbps oder sogar darunter. Die neue LED-Technologie soll Abhilfe schaffen und ein Surfen mit 50 bis 100 Mbps ermöglichen. Das verspricht nicht nur ein besseres Nutzererlebnis bei datenintensiven Anwendungen wie beispielsweise Video-Streams.

"Zwei große Vorteile des Systems sind, dass es günstige Komponenten nutzt und sich in bestehendes WLAN einfügt", erklärt Thinh Nguyen, Elektrotechnik- und Informatikprofessor an der OSU. Der aktuelle WiFO-Prototyp verwendet dabei an der Decke montierte LEDs, die außerhalb des sichtbaren Lichtspektrums arbeiten. Sie flackern extrem schnell, was eine Datenübertragung ermöglicht. Das funktioniert in einem Kegel mit etwa einem Quadratmeter Basis. Um eine gute Abdeckung zu garantieren, kommt ergänzend auch klassisches WLAN zum Einsatz.

Für den Empfang der LED-Daten sind kleine Fotodioden nötig, die nicht einmal einen Dollar kosten. Ein entsprechender USB-Stick könnte Geräte nachrüsten, ähnlich wie ein WLAN-Stick für ältere Computer. Bei künftigen Generationen von Laptops, Tablets und anderen Geräten wäre es möglich, die Dioden ebenso wie den WLAN-Chip direkt zu verbauen. Es sollte also möglich sein, Endgeräte kostengünstig WiFO-fähig zu machen.

"Ich denke, das WiFO-System könnte leicht zum vermarktbaren Produkt gemacht werden", sagt Nguyen. "Wir suchen derzeit nach einem Unternehmen, das an einer Weiterentwicklung und Lizenzierung der Technologie interessiert ist." Davon, ob die Forscher einen geeigneten Partner finden, dürfte abhängen, ob ihre Form der LED-Vernetzung jemals größere Verbreitung findet. Sie steht dabei im Wettbewerb mit anderen LED-Ansätzen wie dem britischen "Li-Fi". (pte)

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