Google-Autos sollen kleine Verkehrsrowdys werden Google-Autos sollen kleine Verkehrsrowdys werden - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


29.09.2015 pte

Google-Autos sollen kleine Verkehrsrowdys werden

Google bringt seinen selbstfahrenden Autos derzeit bei, nicht so streng auf die Straßenverkehrsordnung zu achten. Die Fahrzeuge lernen unter anderem, Kurven zu schneiden und doppelte Sperrlinien zu überfahren, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ). Letztendlich soll das für ein unfallfreieres Fahren sorgen. Denn derzeit fahren die Autos zu sehr wie übervorsichtige Roboter, die reichlich oft bremsen. Das spielt möglicherweise eine Rolle dabei, warum die selbstfahrenden Autos immer wieder besonders in Auffahrunfälle verwickelt sind.

Google Self-Driving Car Project

Google Self-Driving Car Project

© Google

Seit Mai dieses Jahres veröffentlicht Google Unfallstatistiken für seine selbstfahrenden Autos. Demnach gab es 2012 den ersten einer Reihe von Auffahrunfällen mit Fahrzeugen im autonomem Betrieb. Google selbst gibt die Schuld zwar menschlichen Verkehrsteilnehmern, doch andere sehen das kritischer. "Warum wird auf die Autos aufgefahren? Weil sie fahren wie ein Computer", meint Nvidia-Chef Jen-Hsun Huang. Die Grafikchips seines Unternehmens helfen den Autos dabei, Objekte in der Umgebung zu erkennen und darauf zu reagieren.

Eben die Reaktionen auf mögliche Gefahren dürfte aus Sicht von Skeptikern mit für Unfälle verantwortlich sein. Denn die Autos bremsen oft schon beim kleinsten Anzeichen für Gefahr leicht und bewegen sich daher etwas ruckelnd, wie sich auch bei einer Testfahrt von WSJ-Redakteuren zeigte. Sie seien "etwas vorsichtiger als sie sein müssten", hat daher Chris Urmson, Googles Entwicklungsleiter für selbstfahrende Autos, schon eingeräumt. "Wir versuchen, sie menschlicher fahren zu lassen." Denn wenn die Fahrzeuge sich eher wie andere Verkehrsteilnehmer verhalten, sinkt das Risiko, dass sie menschliche Fahrer irritieren. Damit sollte auch das Unfallrisiko sinken.

Ein Beispiel dafür ist, dass die Autos noch Anfang 2014 bei Kurven oft relativ weit ausgeholt haben, aus Rücksicht auf etwaige Passanten am Gehsteig. Doch das könnte menschliche Fahrer glauben lassen, dass das Auto gar nicht abbiegen wird. Daher haben die Fahrzeuge gelernt, Kurven eher wie Menschen zu schneiden. Das wirkt für Passagiere und andere Verkehrsteilnehmer normaler. Zudem hat Google den Robo-Autos beigebracht, doppelte Sperrlinien nötigenfalls zu ignorieren. Denn solange sie sich stur an die Straßenverkehrsordnung gehalten haben, konnten sie einem schlecht abgestellten Fahrzeug nicht ausweichen. Damit mussten sie stehenbleiben und wurden zur zusätzlichen Verkehrsbehinderung. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • SER Solutions Österreich GmbH

    SER Solutions Österreich GmbH Werbewirtschaft, Wasser- und Energieversorgung, Vereine und Verbände, Umweltschutz, Touristik, Personenverkehr, Öffentliche Verwaltung,... mehr
  • VOQUZ Technologies GmbH

    VOQUZ Technologies GmbH Öffentliche Verwaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung, Product Lifecycle Management (PLM), Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS),... mehr
  • APC Business Services GmbH

    APC Business Services GmbH IT-Personalbereitstellung, Individual-Softwareentwicklung, IKT-Consulting mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: