Temporäres Nanotech-"Tattoo" erfasst Emotionen Temporäres Nanotech-"Tattoo" erfasst Emotionen - Computerwelt

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13.07.2016 pte

Temporäres Nanotech-"Tattoo" erfasst Emotionen

Israelische Forscher haben ein elektronisches "Tattoo" entwickelt, das unter anderem dazu gedacht ist, Emotionen zu erfassen.

Nano-Tattoo misst Emotionen

Nano-Tattoo misst Emotionen

© english.tau.ac.il

Denn es dient der Messung der elektrischen Muskelaktivität, was auch diverse medizinische Anwendungen verspricht. Doch Emotionen stehen im Fokus. "Werbende, Meinungsforscher, Medienprofis und andere - sie alle wollen testen, wie Menschen auf verschiedene Produkte und Situationen reagieren", erklärt Projektleiter Yael Hanein, Professor für Elektrotechnik an der Tel Aviv University.

Das vermeintliche Tattoo besteht aus einer Kohlenstoff-Elektrode und einem leitenden Nanotech-Polymer, das deren Leistung verbessert. Obwohl es selbstklebend ist, soll es auch bei stundenlangem Tragen die Haut nicht reizen. "Die Idee ist: aufkleben und vergessen", meint Hanein. Dabei dient die Elektrode elektromyografischen Messungen der Muskelaktivität. Eben das kann auch zum Erfassen von Emotionen dienen.

"Unsere Elektrode bietet eine einfache, praktische Lösung: Die Überwachung von Gesichtsausdrücken und Emotionen über die elektrischen Signale der Gesichtsmuskel", erklärt der Elektrotechniker. Das verspricht die Möglichkeit, Reaktionen beispielsweise auf Produkte unmittelbarer und objektiver zu erfassen als mit Fragebögen oder auch durch die Analyse von Fotos des Gesichtsausdrucks. Für Marketer und Meinungsforscher könnte das sehr nützlich sein.

Hanein betont, dass das nur ein potenzielles Anwendungsgebiet ist. In Zusammenarbeit mit Medizinern testet er bereits die Überwachung der Muskelaktivität bei Patienten mit neurodegenrativen Erkrankungen. Das soll aber nur der Anfang sein. Reha-Patienten nach Schlaganfällen könnten mithilfe solcher Tattoos potenziell die Muskelkontrolle verbessern, auch eine Steuerung von Prothesen über noch vorhandene Muskulatur scheint denkbar. "In Zukunft könnten physiologische Daten, die an bestimmten Muskeln gemessen werden, als Indikator für die Aufmerksamkeit von Fahrern auf der Straße dienen", so der Wissenschaftler. (pte)

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