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06.05.2010 Rudolf Felser

EU: Nanoelektronik-Technologieinitiative wird ausgebaut

Die Europäische Kommission entlässt die Technologieinitiative ENIAC, eine vom EU-Ministerrat geschaffene Einrichtung zur Zusammenführung der Nanoelektronikforschung in Europa, in die Selbständigkeit.

Bis heute war ENIAC unter der Aufsicht der Europäischen Kommission tätig. Als autonome Einrichtung wird es in Zukunft seine Mittel selbst verwalten – immerhin ein Forschungsbudget von bis zu drei Mrd. Euro für die nächsten zehn Jahre. Der Betrieb von ENIAC (Personal, Büroräume) wird gemeinsam finanziert von der Industrie (vertreten durch die Vereinigung AENEAS, die wichtige europäische Akteure im Bereich der Nanoelektronik zu ihren Mitgliedern zählt, z. B. Großunternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Verbände) und der Europäischen Kommission. Die Mittel für die Forschungsprojekte werden von der Industrie, 21 Teilnehmerstaaten und der Europäischen Union aufgebracht.

Die für die digitale Agenda zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes erklärte in diesem Zusammenhang: "ENIAC wird dafür sorgen, dass die Nanotechnologieforschung sich stärker an den Bedürfnissen des Marktes orientiert, und die fortgeschrittenen Elektroniksysteme hervorbringen, die für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Europa unerlässlich sind. Ich fordere die Unternehmen und die nationalen Regierungen auf, ihre Ressourcen wie geplant im Rahmen von ENIAC zusammenzuführen, denn nur durch eine europaweite Initiative wie diese erreichen wir die kritische Masse, die wir für echte Fortschritte benötigen."

EINREICHEN VON VORSCHLÄGEN Seit Februar 2008 war ENIAC an der Einleitung von 18 Großprojekten auf unterschiedlichen Gebieten beteiligt. So wurden insgesamt 44 Mio. Euro in das Projekt E3Car investiert, mit dem die Effizienz verschiedener Komponenten von Elektroautos gesteigert und Europa auf dem Gebiet der Elektroautos der Zukunft in eine weltweite Führungsposition gebracht werden soll.

Derzeit sind Belgien, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Slowakische Republik, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich am gemeinsamen Unternehmen ENIAC beteiligt. Derzeit läuft eine Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für ENIAC. Dies bedeutet, dass interessierte Akteure konkrete Forschungsprojekte im Bereich der Nanoelektronik vorschlagen können. Auf der Grundlage einer Peer-Review (Beurteilung durch wissenschaftliche Gutachter) wird ENIAC die vielversprechendsten Vorschläge finanzieren. (pi/rnf)

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