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29.08.2010 Rudolf Felser

Forschungsförderung auf vier Schwerpunkte konzentriert

Österreich muss sparen. Das betrifft auch die Forschungsförderung. Innovationsministerin Bures erklärte kürzlich, wie mit einer stark vereinfachten Förderstruktur auch "mit weniger Mitteln mehr Output" erreicht werden soll.

Eine Konzentration der Forschungsförderung des bmvit auf vier große Schwerpunkte statt auf eine Vielzahl von Programmen soll dieses Kunststück schaffen, so Innovationsministerin Doris Bures am Rande der Technologiegesprächen Alpbach. Konkret sollen die Bereiche Energie, Mobilität und Verkehr, Informations- und Kommunikationstechnologien sowie sparsame, effiziente Produktionsabläufe im Mittelpunkt der Forschungsförderung stehen. Österreichische Unternehmen und österreichisches Know-how sollen in diesen vier Zukunfts-Gebieten trotz der schwierigeren Umstände “absolute Weltspitze werden”.

Österreich habe die Wirtschaftskrise aufgrund der staatlichen Konjunkturprogramme sehr gut gemeistert. Jetzt seien aber Reparaturarbeiten beim Budget notwendig, deshalb sei auch bei der Forschungsförderung höhere Effizienz gefragt. Neben der Schwerpunktsetzung auf vier Kernbereiche solle das durch beschleunigte und einfachere Förderungsabläufe geschehen, so die Innovationsministerin. Darüber hinaus werden in erster Linie Projekte gefördert, die bereits die konkrete Anwendung vorsehen. Was darunter konkret zu verstehen ist, erklärte die Ministerin am Beispiel E-Mobilität: "Wir fördern nicht nur die Entwicklung von kleineren, kostengünstigeren Batterien und effizienteren Antriebssträngen für Elektrofahrzeuge, sondern gleichzeitig auch die Entstehung ganzer Stadtteile mit Elektrotankstellen und die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz."

Heuer und im Vorjahr habe das bmvit die Forschung an umweltfreundlichen alternativen Antrieben mit jeweils 60 Millionen Euro - fast eine Steigerung von 50 Prozent im Vergleich zum Jahr davor - unterstützt. "Das und die Zusage, dass wir Österreich als wichtigen Player am Zukunftsfeld E-Mobilität etablieren wollen, hat viel bewirkt. Bereits heute forschen mehr als 500 heimische Betriebe an technologischen Lösungen für eine umweltfreundliche E-Mobilität. Innovationen wie der Wasserstoffschlepper oder E-Antriebssysteme von AVL oder MAGNA sind dafür herausragende Beispiele", so Bures.

KMUs steht eine Innovations-Check-Hotline (057755-5000) zur Verfügung, damit sie möglichst rasch an maßgeschneiderte Förderungen kommen. Zudem wird die Initiative Quick Start bis Jahresende verlängert, damit KMUs ihre Forschungsaktivitäten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fortsetzen können. Außerdem soll das System der Forschungsförderung stark vereinfacht und Vergabeprozesse stark beschleunigt werden. Statt bisher 50 verschiedener Programmlinien wird es künftig acht bis zehn standardisierte Instrumente geben und statt einem Einreichtermin pro Jahr wird ein System mit zwei bis drei Terminen pro Jahr geschaffen.

GENDERKRITERIEN "Wenn Unternehmen den Frauen in der Forschung mehr Chancen geben, haben sie künftig auch die Chance auf mehr Förderung ", so die Ministerin. Damit Österreich das Ziel erreicht, unter die Top 3 der innovativsten Länder in der EU zu kommen, müssen Menschen für die heimische Forschung, Technologie und Innovation gewonnen und auch dort gehalten werden. Dazu dient das neue Humanressourcenpaket des bmvit. Ab 2011 soll es beispielsweise Forschungspraktika auch für Studenten geben, Genderkritierien werden in allen Förderprogrammen Pflicht und eine Online-Jobbörse für Forscher soll den Einstieg in das Berufsleben erleichtern.

Ministerin Bures präsentierte auch die Namen von vier Mitgliedern des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, die sie für die kommende Funktionspersiode nominieren wird. "Wir brauchen künftig einen stärkeren Rat, die Tätigkeit des Rats wird noch aktiver zu gestalten sein. Ich habe auch schon klare Vorstellungen, mit welchen Personen man das erreichen kann." Es sei gelungen, mit Hannes Androsch "einen Mann zu gewinnen, der in optimaler Weise Wissenschaft und Wirtschaft verbindet und den ich mir daher auch sehr gut an der Spitze des Rates vorstellen kann", so Bures. Neben AIT-Aufsichtsratschef Androsch nannte die Ministerin drei Frauen als Ratsmitglieder. "Nämlich Prof. Ing. Gi Eun Kim, die internationales Know-how und Vernetzung einbringt, Dr. Karin Schaupp, die praktisches Forschungsmanagement in der Industrie einbringt und Dr. Gabriele Ambros, die als Präsidentin der Forschung Austria ein exzellentes Beispiel für die erfolgreiche Kooperation zwischen angewandter Forschung und Wissenschaft ist. Das ist eine perfekte Mischung aus Kompetenz, Erfahrung und Engagement", so Bures. (pi/rnf)

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