Spezialbrille mit Eye-Tracking-Lösung Detail - Computerwelt

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17.12.2010 pte/Michaela Holy

Spezialbrille mit Eye-Tracking-Lösung

Ein Team an der Aalto-Universität hat eine Spezialbrille entwickelt, mit dem User nur durch Hinschauen weitere Daten beispielsweise über attraktive Personen bekommt. Möglich macht das die Kombination einer AR-Brille (Augmented Reality) mit einer Eye-Tracking-Lösung.

Das System erkennt, worauf der Nutzer seinen Blick richtet und kann dann passende Informationen einblenden. Der Prototyp nutzt dazu zwar eine vorgegebene Datenbank. Auf die Dauer wollen die Forscher aber auch auf Google und soziale Medien setzen - was beispielsweise für eine Single-Suche interessant ist.

Der Grundgedanke bei Projekt UI-ART ist einfach: Wer sich für etwas interessiert, sieht hin. Die Eye-Tracking-Lösung beobachtet daher die Augenbewegungen des Trägers und wie lange er auf verschiedene Dinge im Blickfeld schaut. Das dient als Anhaltspunkt, worüber der Nutzer genauere Informationen will. Passende Daten werden dann via Netzwerk abgerufen und auf dem AR-Display eingespielt. Dabei ist das System auch lernfähig. Denn ignoriert der User Einblendungen, ist das ein Zeichen, dass seine Blicke schlecht gedeutet wurden.

Auf diese Art könnte sich ein Wissenschaftler beispielsweise über aktuelle Arbeiten eines Kollegen informieren oder ein Single auf Partnersuche erfahren, ob eine attraktive Bekanntschaft denn flirtwillig wäre. Von letzterer Anwendung ist das System aber noch ein gutes Stück entfernt. Denn in bisherigen Tests haben die Forscher eine vorab angelegte Datenbank genutzt, mit der ihre Brille darin angelegte Personen und Objekte im den Räumlichkeiten der Universität erkennen und Informationen dazu liefern kann.

Gerade für Anwendungen wie eine Single-Suche wäre es freilich nötig, auch Unbekannte zu identifizieren und Informationen über die Person zu liefern. Die Forscher befassen sich bereits damit, wie das System entsprechend erweitert werden kann. Grundsätzlich ist es denkbar, Informationen direkt aus dem Internet zu beziehen, also beispielsweise mithilfe der Google-Suche oder im Fall von Personen auch aus sozialen Netzwerken. Zudem arbeitet das Team an einer sehr allgemeinen Objekterkennung. Ehe das System wirklich Marktreife erreicht, wir es also noch eine Weile dauern.

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