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04.06.2009 apa/Christof Baumgartner

Neue Industrieplattform Artemis Austria

Die neue Plattform will Embedded Systems in Österreich forcieren.

Das österreichische Know-how auf dem Gebiet der "Embedded Systems" soll durch eine neu gegründete Industrieplattform, an der Unternehmen und Forschungsinstitute beteiligt sind, gestärkt werden. Innerhalb von "Artemis Austria" werde künftig gemeinsam an solchen eingebetteten IT-Systemen, die etwa Handys, MP3-Player, Autos oder Waschmaschinen steuern, geforscht. Vorlage für das vom Infrastrukturministerium (BMVIT) unterstützte Konzept ist die 2007 gegründete europäische Artemis Industry Association, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Embedded Systems sind - im Gegensatz zu herkömmlichen Computern - kleine, hocheffiziente Rechner mit bestimmter, eingeschränkter Funktionalität. Sie sind in einem System integriert und übernehmen dort vor allem steuernde oder überwachende Aufgaben. Sie verschaffen Objekten damit "Intelligenz" und sind mittlerweile ein wesentlicher Bestandteil von Kommunikationsgeräten, Fahrzeugen, Flugzeugen, medizinischen Geräten oder Maschinen und Industrieanlagen.

22 MITGLIEDSTAATEN Artemis, ein nach dem Private-Public-Partnership-Modell geschaffenes Unternehmen mit Sitz in Brüssel, wird laut den Angaben von 22 europäischen Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und der Industrie sowohl finanziert als auch verwaltet und soll bis zum Jahr 2013 rund 2,5 bis 3 Mrd. Euro in europäische FE-Projekte im Bereich Embedded Systems investieren. In den ersten Betriebsjahren von Artemis hat das BMVIT laut eigenen Angaben österreichische Projekte mit rund acht Mio. Euro finanziert und damit 4,4 Mio. Euro europäische Zusatzmittel eingeworben.

Mitglieder des Beirats von "Artemis Austria" sind das BMVIT, AVL, TTTech, Siemens, Infineon, Eutema sowie auf Forschungsseite ARC (künftig AIT; Anm.), die Universität Salzburg, die Technische Universität (TU) Wien und die Johannes Kepler Universität Linz. Wichtige Ziele der Plattform seien ein verbesserter Technologietransfer, also die schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in den Markt, aber auch eine stärkere Beteiligung der österreichischen Industrie an den Aktivitäten im Rahmen von Artemis auf europäischer Ebene. Die Plattform arbeite eng mit der Industriellenvereinigung (IV) und der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) zusammen und sei für weitere Mitglieder offen.

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