Augmented Reality: Technik darf nicht sichtbar sein Augmented Reality: Technik darf nicht sichtbar sein  - Computerwelt

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06.05.2013 Michaela Holy

Augmented Reality: Technik darf nicht sichtbar sein

Beim 15. Digitaldialog in Graz diskutierten Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft das Thema Mobile Augmented Reality, das derzeit auch durch die mediale Präsenz von Datenbrillen wie Google Glass hoch im Kurs steht.

Augmented Reality: Technik darf nicht sichtbar sein

Die Vortragenden Podiumsteilnehmer und Initiatoren des Digitaldialogs zum Thema Mobile Augmented Reality.

© Digitaldialog

Hannes Walter von Evolaris eröffnete die Vortragsreihe mit seiner Präsentation zum Einsatz von Augmented Reality. Er sieht Augmented Reality nicht nur als Marketing-Gag, sondern als Chance für den B2B-Bereich. Als Beispiel nannte er die Industrie, wo spezielle Augmented-Reality-Brillen z.B. die Montage oder Wartung unterstützen können.

Patrick Luley von Joanneum Research präsentierte Fußgänger-Navigation mittels Augmented Reality. Damit können sich z.B. Patienten und Besucher des LKH Graz zum richtigen Eingang navigieren lassen. Herr Luley wies aber auch auf die Herausforderungen hin: Von der für Fußgänger nur unzureichend verfügbaren Kartenbasis bis hin zur Positionierungsgenauigkeit.

Martin Herdina von Wikitude zeigte mit seinem Vortrag die Erfolgsgeschichte und Forschungsaktivitäten von Wikitude auf. Er erkennt vor allem in Fotokameras große Chancen für Augmented Reality und sieht auch in der Bilderkennung und 3D-Modellierung wichtige Themen für die zukünftige Forschung.

In der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Vortragenden trafen sehr unterschiedliche Perspektiven aufeinander: Georg Holzer, Journalist und PR-Spezialist, nahm den kritischen Blick des Konsumenten ebenso wie die Perspektive des Technikverliebten ein. Hartmut Seichter von der TU Graz brachte wissenschaftliche Erkenntnisse zu Augmented Reality in die Diskussion und Friedrich Nachtmann von Gigatronik vertrat den technisch-wirtschaftlichen Bereich. Über eines war man sich am Podium einig: Die Technik hinter Augmented Reality darf nicht sichtbar sein. Nur so kann die Bedienbarkeit für den Anwender möglichst simpel bleiben und ohne viele Nutzereingaben möglich sein. Auch die derzeitigen technischen Limitierungen wurden diskutiert: Ein Beispiel ist der hohe Bedarf an Rechenleistung z.B. für die Anzeige von komplexen 3D-Modellen am Smartphone.

Die Zukunft von Augmented Reality hängt auch stark von der Entwicklung der Datenbrillen ab. Google Glass sorgt derzeit für große Aufmerksamkeit, viele andere Hersteller werden folgen. Augmented Reality wird, so die Diskutanten, eher in Spezialbereichen (B2B, Indoor- und Fußgängernavigation etc.) relevant sein. Als wichtige Branche wird auch der Automotive-Sektor genannt: Hier sind Head-Up-Displays, also Augmented Reality in der Windschutzscheibe, zukünftig auch in Mittelklassewagen zu erwarten.

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