Neue 3D-Druck-Technik verarbeitet Flüssigmetall Neue 3D-Druck-Technik verarbeitet Flüssigmetall - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


11.07.2013 pte

Neue 3D-Druck-Technik verarbeitet Flüssigmetall

Eine futuristische 3D-Druck-Technik ermöglicht es erstmals, flexible Objekte aus flüssigem Metall herzustellen. Wie die New York Times berichtet, ist das Verfahren von Forschern der North Carolina State University entwickelt und in der Fachzeitschrift Advanced Materials näher vorgestellt worden.

Eine futuristische 3D-Druck-Technik ermöglicht es erstmals, flexible Objekte aus flüssigem Metall herzustellen.

Eine futuristische 3D-Druck-Technik ermöglicht es erstmals, flexible Objekte aus flüssigem Metall herzustellen.

© ncsu.edu/Michael Dickey

Leider ist dieses Material etwa 100 Mal so teuer wie der Kunststoff, der von herkömmlichen 3D-Druckern verarbeitet wird. "Bei derartigen Technologien steht immer die Materialqualität im Vordergrund. Bei diesem Verfahren geht jedoch noch nicht hervor, ob dass Flüssigmetall überhaupt eine vernünftige Belastbarkeit aufweist", erläutert Helmut Eder, Besitzer des Wiener 3D-Druck-Unternehmens 3d-druck-wien.at , im Interview mit der Nachrichtenagentur pressetext. Laut dem Experten könne die Methode dennoch durch eine Verfeinerung des eher groben Druckergebnisses noch weiter optimiert werden.

Bei diesem innovativen Druckverfahren kommt eine Legierung aus Gallium und Indium zum Einsatz, welche bei Zimmertemperatur flüssig ist. Von einem Computer gesteuert, wird diese aus einer Nadel herausgedrückt. Anschließend bilden sich kleine Tröpfchen, welche bei Zimmertemperatur mit dem Sauerstoff der Luft reagieren. Durch diesen Prozess bildet sich eine Art "Haut", die dafür sorgt, dass die Strukturen ihre Form behalten und nicht ineinander fließen. Den Forschern zufolge habe diese Gallium-Indium-Legierung gegenüber Quecksilber den entscheidenden Vorteil, dass sie nicht gesundheitsschädlich sei.

"Individuelle Produkte werden oft nur in Kleinserien produziert, für welche sich der unverhältnismäßig teure Formenbau nicht rentiert. Gerade hier kann der 3D-Druck punkten, da er es ermöglicht, in kürzester Zeit jegliche Geometrie ohne den Gebrauch von kostspieligen Gussformen zu konstruieren", erklärt Eder. Eine bereits erprobte Technologie, die ebenfalls auf Metall basiert, sei das selektive Laser-Metall-Sintern, mit dem bereits Werkzeuge auf Metallbasis hergestellt werden können. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • Dimension Data Austria GmbH

    Dimension Data Austria GmbH Call Center, IKT-Consulting, Migrations-Management, Outsourcing, Systemintegration und Systemmanagement, Systempflege- und Wartung mehr
  • KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H:

    KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H: Betriebsdaten- und Zeiterfassung, Kaufmännische Software (ERP), Management Informationssysteme (MIS), Bauwesen, Einzelhandel, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Freie Berufe,... mehr
  • Editel Austria GmbH

    Editel Austria GmbH Supply Chain Management, E-Procurement und Supply Chain Management, Datenkonvertierung, Überwachungssysteme, Trust Center/Zertifizierungssoftware, Digitale Signatur, Datensicherung,... mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: