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05.08.2013 pte/Rudolf Felser

Brain-Computer-Interfaces vor dem Durchbruch

Die Forschung ist dem Manipulieren von Erinnerungen und dem Herunterladen von Befehlen aus Computern direkt in das Gehirn einen Schritt nähergekommen.

Wissenschaftler haben Erinnerungen von Mäusen verändert.

Wissenschaftler haben Erinnerungen von Mäusen verändert.

© Archiv

Dem Riken-M.I.T, Center for Neural Circuit Genetics ist es gelungen, bei Mäusen falsche Erinnerungen hervorzurufen. Die Forscher schreiben in Science, dass die Tiere dazu gebracht wurden, sich an einen Elektroschock an einer bestimmten Position zu erinnern, der in der Wirklichkeit an einer völlig anderen Stelle zugefügt worden war.

Obwohl es den Wissenschaftlern nicht gelang, völlig neue Gedanken zu erschaffen, konnten sie bestehende Erinnerungen jedoch mit positiven oder negativen Gefühlen in Zusammenhang bringen. Laut Steve Ramirez, einem der beteiligten Neurowissenschaftler, ging es nicht darum, neue Erinnerungen zu schaffen, sondern zwei verschiedene Arten von Erinnerungen miteinander zu verknüpfen.

"Wir haben eine neutrale Erinnerung genommen, die wir künstlich in eine negative umgewandelt haben." Das klingt vielleicht nicht nach einem großen Fortschritt und ist sicher auch keine gute Art, Mäuse zu behandeln. Es braucht jedoch nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, dass diese Forschung eines Tages zur Manipulation des Geistes mittels eines Computers führen könnte. Denkbar ist zum Beispiel laut Ramirez die Behandlung von Erkrankungen wie posttraumatischen Belastungsstörungen.

An der TU Graz arbeiten Forscher indes daran zu simulieren, wie das Gehrin Informationen speichert. Neuronale Netzwerke speichern Erlebnisse in Form einer räumlich-zeitlichen Abfolge, also ein Muster von Aktivierung, das sich als "Spur" durch die Nervenzellen legt. Diesen Mechanismus haben Forscher von der TU Graz nun am Computer nachgebildet - und damit ein wesentliches Stück Vorarbeit für das EU-Flaggschiff-Forschungsvorhaben, das "Human Brain Project" geleistet. "Statt der künstlichen digitalen Speicherung, die nur Eins oder Null kennt, spielt hier der zeitliche Abfolge-Charakter eine große Rolle", erklärte Wolfgang Maass. (pte/rnf)

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