IBM: Das Gehirn in der Box IBM: Das Gehirn in der Box - Computerwelt

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12.08.2013 Jens Stark*

IBM: Das Gehirn in der Box

Im Auftrag der DARPA entwickeln IBM-Forscher Chips, die wie das menschliche Hirn funktionieren. Das Unternehmen ist nun einen Schritt weiter gekommen und hat Softwarewerkzeuge für seine SyNAPSE-Prozessoren vorgestellt. Dadurch rückt die Entwicklung und Marktreife intelligenter Sensoren näher. "Unser Endziel ist die Erstellung eines Gehirns in einer Box", berichtet IBM-Forscher Dharmendra Kodha.

IBM-Forscher arbeiten an Chips, die wie das menschliche Hirn funktionieren.

IBM-Forscher arbeiten an Chips, die wie das menschliche Hirn funktionieren.

© Archiv

Im Auftrag der DARPA (US Defense Advanced Research Projects Agency) entwickeln IBM-Forscher Chips, die wie das menschliche Hirn funktionieren. Sie sollen dereinst in Sensoren untergebracht werden, wo sie die gesammelten Daten gleich selbst verarbeiten. Auf dem Weg dahin ist IBM Research nun einen Schritt weiter gekommen und hat ein Software-Ökosystem inklusive Programmierumgebung, Simulator und Software-Bibliothek für seine SyNAPSE-Prozessoren vorgestellt.

"Unser Endziel ist die Erstellung eines Gehirns in einer Box", berichtet IBM-Forscher Dharmendra Kodha. Die Technik könnte schlussendlich Systeme hervorbringen, "die die Möglichkeit des menschlichen Hirns imitiert, Dinge wahrzunehmen, zu verarbeiten und zu handeln", führt Kodha weiter aus.
Mit SyNAPSE - die Abkürzung steht für Systems of Neuromorphic Adaptive Plastic Scalable Electronics - bricht IBM mit der klassischen Computing-Architektur nach Neumann. Deren Hauptmerkmal ist die serielle Datenverarbeitung. SyNAPSE dagegen arbeitet mit mehreren energiearmen Prozessorkernen, die gleichzeitig Daten verarbeiten können. Demnach eignen sich die Prozessoren - wie das menschliche Hirn - besonders gut für die Mustererkennung.

Mögliche Anwendungsfelder wäre etwa eine intelligente Sensorbrille für Blinde. Diese könnte die Umwelt wahrnehmen und die Impluse gleich so rechnerisch aufbereiten, dass die entsprechenden Regionen im Hirn des Sehbehinderten mit Informationen versorgt werden können, was dann faktisch dem "Sehen" gleichkommt.

Durch die spezielle, parallele Arbeitsweise der Sensoren sind die SyNAPSE-Chips laut Kodha kein Ersatz für traditionelle Computer. "Heutige Computer sind ausgezeichnet für analytische Aufgaben und die Verarbeitung von Datenbergen", ergänzt er.

* Jens Stark ist Redakteur der Schweizer PCtipp.

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