G.fast im Netz von A1: Glasfaser bis in den Keller G.fast im Netz von A1: Glasfaser bis in den Keller - Computerwelt

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16.10.2014 pi/Rudolf Felser

G.fast im Netz von A1: Glasfaser bis in den Keller

Als Zwischenschritt vor Fibre To The Home (FTTH) präsentiert A1 mit G.fast eine Fibre-To-The-Basement-Lösung. Einen ersten Testkunden gibt es ebenfalls bereits.

Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender von Alcatel-Lucent in Österreich, Marcus Grausam, A1 Technikvorstand, und Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group, präsentieren G.fast. (v.l.n.r.)

Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender von Alcatel-Lucent in Österreich, Marcus Grausam, A1 Technikvorstand, und Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group, präsentieren G.fast. (v.l.n.r.)

© A1 / Daniel Hinterramskogler

Die Kupferleitungen sind mit ihrer Leistungsfähigkeit, trotz stetiger Verbesserungen und neuer Technologien, langsam am Ende. Die Glasfaser soll sie – trotz immer schnellerer Mobilfunkverbindungen – ablösen, da sind sich viele Experten einig. Aber besonders im städtischen Bereich steigt der Bedarf an ultraschnellen Breitband-Diensten rascher, als eine leistungsfähige Glasfaser-Infrastruktur flächendeckend fertiggestellt werden kann. A1 zeigt gemeinsam mit Technologiepartner Alcatel-Lucent G.fast, eine auf der "letzen Meile" auf Kupferkabel basierende Ultra-Breitband-Technologie für Gebiete mit vorwiegend mehrgeschoßigen, bereits bestehenden Gebäuden.

"Es ist uns gelungen, den weltweit ersten Kunden mit G.fast an unser Netz anzubinden, mit einer für uns äußerst vielversprechenden Technologie. Damit werden wir im städtischen Bereich schon bald zehn- bis zwanzigmal so hohe Datenraten über Kupferleitungen anbieten können wie bisher", sagt Hannes Ametsreiter, Generaldirektor A1 und Telekom Austria Group. "Glasfaser bis in jede Wohnung zu legen, bleibt die langfristige Vision von A1. Bis wir bei Glasfaser jedoch eine ähnliche Verbreitung wie derzeit bei Kupfer erreichen, ist G.fast eine intelligente Übergangstechnologie."

G.fast ermöglicht Ultra-Breitband Services mit Datenraten von mehreren hundert Mbit/s über das bestehende Kupfernetz. Da die Länge der Kupferleitungen dabei nur höchstens 250 m betragen darf, eignet sich diese Technologie besonders gut für mehrgeschoßige Gebäude in Städten. Auf kurzen Distanzen sind Kupferleitungen sehr leistungsfähig, neigen aber bei hohen Datenraten dazu, sich gegenseitig zu stören. Diesen Störungen wird mit Vectoring begegnet.



WENIGER NEUVERKABELUNG
"Die Versorgung mit G.fast benötigt deutlich geringere Aufwände als die Neuverkabelung eines Gebäudes mit Glasfaser. Wir führen die Glasfaserleitungen vom A1 Netz bis in den Keller eines Hauses. Von dort aus kommen die bestehenden Kupferkabel zum Einsatz. Die erzielbaren Datenraten mit G.fast werden zumindest in den kommenden zehn bis 20 Jahren auch für sehr anspruchsvolle Haushalte mehr als genug sein. Wenn in diesem Zeitraum eine Sanierung des Stiegenhauses ansteht, kann die Hausgemeinschaft selbst einen günstigen Zeitpunkt wählen, um Glasfaser bis in die Wohnungen verlegen zu lassen ohne bis dahin auf Ultra-Breitband-Services verzichten zu müssen", so Marcus Grausam, A1 Technikvorstand.

Thomas Arnoldner, Vorstandsvorsitzender von Alcatel-Lucent in Österreich, ergänzt: "Wir sind stolz darauf, dass unsere starke Partnerschaft mit A1 dazu beiträgt, Quantensprünge bei Breitband-Innovationen zu vollbringen. Ultra-Breitband, IP Networking und Cloud sind die Schwerpunkte von Alcatel-Lucent und seinem weltweit renommierten Forschungszweig Bell Labs. Mit dieser Anschaltung des ersten Live-Kunden mit G.fast demonstrieren wir gemeinsam mit A1 die Einsatztauglichkeit einer Technologie, die die Verfügbarkeit von Ultra-Breitband erheblich beschleunigt."

G.fast befindet sich bei A1 derzeit noch in der Testphase, mit einer kommerziellen Verfügbarkeit wiwrd ab 2016 gerechnet. (pi)

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