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27.11.2014 :: Printausgabe 24/2014 :: pi/Christof Baumgartner

Bewegung im Mobilfunkmarkt

Mit Tele2, UPC, Ventocom und Mass Response starten 2015 gleich vier Unternehmen als virtuelle Mobilfunkanbieter auf dem österreichischen Markt.

© nenetus - Fotolia.com

2015 kommt Bewegung in den heimischen Mobilfunkmarkt. Gleich vier neue Anbieter haben angekündigt, im Laufe des kommenden Jahres ein Angebot auf den Markt zu werfen. Erst kürzlich hat die Österreich-Tochter des schwedischen Telekomkonzerns Tele2 eine entsprechende Meldung lanciert. Das Unternehmen will sein Portfolio ausweiten und zu den Diensten wie Internet, Festnetz und Fernsehen auch Mobilfunkdienste anbieten. Die neuen Anbieter wollen als sogenannte Mobile Virtual Network Operator (MVNO) über die Netzinfrastruktur der drei bestehenden Netzbetreiber A1, T-Mobile Austria und Hutchison 3G Austria ihre Dienste anbieten. Allein Drei muss laut RTR-Vorlagen sein Netz für bis zu 16 Anbieter bereitstellen.

Ein weiterer Anbieter ist die Ventocom von Ex-Orange-Chef Michael Krammer, die auch eine umfangreiche Marktanalyse hat durchführen lassen. Das Resümee der Studie: Die Zeit für einen neuen Mobilfunker in Österreich ist mehr als reif. "Die Wechselbereitschaft der Österreicher zu einem anderen Mobilfunkbetreiber ist hoch wie nie zuvor", so Krammer. Rund 15 Prozent aller Befragten gaben demnach an, in den nächsten sechs Monaten ihren Mobilfunkbetreiber wechseln zu wollen, das sind hochgerechnet ca. 1,8 Millionen Mobilfunknutzer.

"AUSLAUFMODELL 24-MONATS-BINDUNG"
70 Prozent aller Befragten haben ihren Anbieter schon einmal gewechselt und 78 Prozent können sich vorstellen, zu einem Anbieter zu wechseln, bei dem sie nur eine SIM-Karte mit Tarif ohne Handy bekommen. Ventocom wird als Partner des Diskonters Hofer eigene Mobilfunk-Tarife anbieten. Neben Ventocom und Tele2 sollen auch der Kabelnetzbetreiber UPC und das Televoting-Unternehmen Mass Response Interesse an einem Engagement in Österreich haben. "Der Handyvertrag mit 24-Monatsbindung ist ein Auslaufmodell", so Krammer. Gleichzeitig sieht er auch den Weg für Sim-only-Tarife und den Abschluss von Verträgen über das Internet geebnet: "Die Menschen sind es gewöhnt, sich online zu informieren und Produkte oder eine Dienstleistung online zu bestellen. Man muss nicht mehr in ein Geschäft gehen, um sich etwas zu kaufen."

PREISFAKTOR ALS WECHSELGRUND
Als wesentliche Beweggründe für einen Wechsel nennen die Befragten hauptsächlich Preisfaktoren: die Preiserhöhung des aktuellen (29,39 Prozent) und eine geringere Grundgebühr eines anderen Anbieters (25,84 Prozent). Gegen einen Wechsel sprechen für mehr als die Hälfte der Befragten (fast 52 Prozent) die Gebühren, die damit verbunden sind. "In diesem Bereich sollte sich regulatorisch noch einiges tun. Heute muss jeder wechselbereite Handynutzer Bearbeitungsgebühren und Kosten für die Rufnummernportierung bezahlen. Jeder zweite Handynutzer denkt beim Betreiberwechsel als erstes an die Kosten. Warum muss jemand zahlen, nur weil er seinen Handybetreiber wechseln will?" Für Krammer sind diese Ergebnisse ein klares Signal: "Österreich ist bereit für neue, flexible und innovative Mobilfunk-Modelle", so Michael Krammer. Bereits 61 Prozent der Befragten würden ein entsperrtes, für alle Netze freies Gerät nutzen.

Im Rahmen der Erhebung wurden die Teilnehmer gebeten, die wichtigsten Eigenschaften eines Mobilfunktarifes nach ihrer Präferenz zu nennen: Für 56 Prozent ist eine günstige Grundgebühr am wichtigsten, gefolgt von Freiminuten für Inlandstelefonie (22,7 Prozent) und einem inkludierten Datenvolumen (11,24 Prozent). Die Anzahl inkludierter SMS nennen lediglich zwei Prozent als wesentliches Kriterium für einen attraktiven Tarif. Auch die Zielgruppe 55plus ist bereit für innovative Angebote: Hier sagen 77,2 Prozent, sich ein "SIM-only-Angebot" vorstellen zu können. (pi/cb)

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