MWC15: TAG-CTO Ottendorfer über Pan-Europäische Cloud in zukünftiger Netzarchitektur MWC15: TAG-CTO Ottendorfer über Pan-Europäische Cloud in zukünftiger Netzarchitektur - Computerwelt

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03.03.2015 pi/Rudolf Felser

MWC15: TAG-CTO Ottendorfer über Pan-Europäische Cloud in zukünftiger Netzarchitektur

Am diesjährigen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona verlautbarte die Telekom Austria Group (TAG), dass das Ziel ihrer zukünftigen Netzwerkarchitektur eine "Pan-Europäische Cloud" sein wird. Sie macht die NFV-Technologie zu einer Priorität im Rahmen ihrer Technologie-Strategie und bewegt sich in Richtung eines Cloud-basierenden, Software-zentrierten All-IP-Netzes.

Günther Ottendorfer, CTO Telekom Austria Group

Günther Ottendorfer, CTO Telekom Austria Group

© Klaus Vyhnalek

Im Rahmen der gestrigen Podiumsdiskussion "Network Evolution in Practice" am MWC skizzierte Günther Ottendorfer, CTO Telekom Austria Group (TAG), das Szenario einer zukünftigen Netzarchitektur. Er hob hervor, dass die bisherigen vielfältigen verschiedenen und proprietären Schichten der Hardware, der Operating Systeme und der abstrahierenden Middlewares zu einem einzigen virtualisierten Stack konvergieren werden. Dieser läuft auf Commercial-Off-the-Shelf Data Center Hardware, dem zugehörigen Operating System und der entsprechenden Virtualisierungssoftware.
 
Die Konsequenz dieser Entwicklung ist ein grundlegender Software Layer, der für die Netzfunktionen, die auf ihm laufen werden ("Software runs on Software"), vollständig unabhängig von der Hardware und der geographischen Lokation sein wird. Dies bezeichnet Günther Ottendorfer auch als die "Network Declaration of Independence". Entwickler werden sich nur mehr um einen Satz von offenen Programmschnittstellen kümmern müssen, ohne die darunterliegende Hardware zu kennen oder die geographische Lokation mit einbeziehen zu müssen.
 
Ziel wird es sein, zu einem zukünftigen Zeitpunkt das Netz vollständig automatisiert betreiben zu können – sowohl Service-Bereitstellung ("Fulfillment"), wie Service-Sicherstellung ("Assurance") als auch Lebenszyklus ("Life Cycle") Management. Kunden, die verstärkt hohe Performanz (Durchsatz, Latenzzeiten) in Anspruch nehmen, werden vermehrt dezentral serviciert werden. Services, die dagegen kostenoptimiert laufen werden müssen, können zentralisiert angeboten werden und bedienen damit eine viel größere Zahl an Kunden.
 
TAG IST VORNE
"Mit der Durchführung erfolgreicher Feldversuche bei unseren Tochtergesellschaften Mobiltel, Vipnet, Vip mobile, Vip operator und A1, haben wir eine wichtige Führungsrolle im Transformationsprozess der Telekommunikationsbranche übernommen", kommentiert Günther Ottendorfer, CTO Telekom Austria Group, den Beitrag der Gruppe zum Thema NFV.
 
Ein hochkarätig besetztes Podium mit Teilnehmern u.a. aus den USA (AT&T), China (Huawei) und Italien (Italtel) diskutierte über den Paradigmenwechsel, den NFV für die Branche bedeutet und welche Auswirkungen die Virtualisierung einzelner Netzwerkkomponenten nicht nur für Telekom Betreiber, sondern auch für Partner, Lieferanten, Mitarbeiter und schließlich für den Kunden bringen wird. Es wurden die Möglichkeiten der Virtualisierung besprochen und was sich die Branche von den neuen Netzwerken und Endgeräten erwarten darf.
 
Die Telekom Austria Group hat neben den technischen Innovationen auch ein Mitarbeiterprogramm ins Leben gerufen, um allen Mitarbeitern das Zukunftsthema näher zu bringen, sie umfassend über den Stand der Technik zu informieren und entsprechend der neuen Anforderungen und Herausforderungen in regelmäßigen Abständen zu Schulungen und Trainings durchzuführen. Darüber hinaus wurde ein unternehmensweites NFV Open Door allen 16.000 Mitarbeitern angeboten.
 
"Der Erfolg der Transformation wird maßgeblich durch das Engagement und die Motivation unserer Mitarbeiter getragen. Darum haben wir ein umfassendes Trainingsproramm gestartet", sagt Günther Ottendorfer abschließend. (pi)

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