EU und China unterzeichnen 5G-Partnerschaft EU und China unterzeichnen 5G-Partnerschaft - Computerwelt

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29.09.2015 pi/Rudolf Felser

EU und China unterzeichnen 5G-Partnerschaft

Im Rahmen eines Treffens auf hoher Ebene in Peking haben die EU und China ein Abkommen unterzeichnet.

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Beide Seiten haben sich zu Gegenseitigkeit und Offenheit in Bezug auf den Zugang zur Forschungsförderung für 5G-Mobilfunknetze, den Marktzugang und die Mitgliedschaft in chinesischen und europäischen 5G-Vereinigungen verpflichtet. Die gemeinsame Erklärung wurde von Günther Oettinger, dem EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft, und Miao Wei, dem chinesischen Minister für Industrie und Informationstechnologie, unterzeichnet.

Kommissar Oettinger erklärte dazu: "5G wird weltweit das Rückgrat unserer digitalen Volkswirtschaften und Gesellschaften bilden. Deshalb setzen wir uns intensiv für einen globalen Konsens und eine weltweite Zusammenarbeit im Bereich der 5G-Technik ein. Mit der heute unterzeichneten Partnerschaft mit China hat sich die EU im weltweiten Wettlauf um die Verwirklichung von 5G bis 2020 jetzt mit den wichtigsten Partnern in Asien zusammengetan. Dies ist ein entscheidender Schritt, damit 5G ein Erfolg wird."

In ihrer Erklärung bekennen sich die EU und China zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit dem Ziel,

  • bis Ende 2015 eine globale Verständigung über das Grundkonzept, die grundlegenden Funktionen, die Schlüsseltechnologien und den Zeitplan für 5G zu erreichen,
  • Möglichkeiten der Zusammenarbeit und der Durchführung gemeinsamer Forschungsmaßnahmen im 5G-Bereich auszuloten und die bilaterale Beteiligung von Unternehmen an 5G-Forschungsprojekten in China und in der EU zu erleichtern,
  • zur Unterstützung der laufenden Normungsarbeiten in einschlägigen Organisationen wie dem 3G-Partnerschaftsprojekt (3GPP) und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) gemeinsam auf globale Normen für 5G hinzuwirken,
  • zusammenzuarbeiten, die Festlegung der zukunftsträchtigsten Funkfrequenzbänder zu erleichtern, damit der Frequenzbedarf für 5G gedeckt werden kann, und
  • gemeinsam die Möglichkeiten für gemeinsame Forschungsvorhaben zu Diensten und Anwendungen für 5G, insbesondere im Bereich des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) zu erkunden.


Diese gemeinsame Erklärung stützt sich auf ähnliche Abkommen mit Südkorea und Japan, die die Kommission in den letzten Monaten unterzeichnet hat.

Im Rahmen dieses Abkommens erhoffen sich EU-Unternehmen, insbesondere die Telekommunikations- und IKT-Industrie, einen besseren Zugang zum chinesischen Markt. Insbesondere sollen europäische Unternehmen die Möglichkeit bekommen, sich an Chinas öffentlich geförderten 5G-Forschungs‑, ‑Entwicklungs- und ‑Innovationsinitiativen zu den gleichen Bedingungen zu beteiligen, zu denen chinesische Unternehmen derzeit an 5G-Aktivitäten der EU mitwirken. Die jeweiligen Industrievereinigungen – die öffentlich-private Partnerschaft für 5G der EU (5G PPP) und die chinesische IMT-2020-Vereinigung zur Förderung von 5G haben eine Wirtschaftsvereinbarung ausgearbeitet, die sie unterzeichnen wollen, sobald das Abkommen zwischen der EU und China über 5G geschlossen ist. (pi/rnf)

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