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03.01.2013 Rudolf Felser/apa

Telekom Austria bereitet Hybrid-Bond vor

Die börsenotierte Telekom Austria will ihren großen Investitionsbedarf - vor allem für neue Frequenz-Auktionen und Verlängerungen alter Frequenzverträge - mittels Kapitalmarktinstrumenten decken.

Die Telekom Austria will ihren Investitionsbedarf mittels Kapitalmarktinstrumenten decken.

Die Telekom Austria will ihren Investitionsbedarf mittels Kapitalmarktinstrumenten decken.

© Rudolf Felser

Der Vorstand sei ermächtigt, sagt Telekom-Aufsichtsratschef und ÖAIG-Chef Rudolf Kemler im Magazin "News". Er bestätigte, dass es um die Emission einer Hybridanleihe geht, die auf 800 Mio. Euro geschätzt wird. "Das ist die Bandbreite." Kemler steht seit 1. November an der Spitze der Staatsholding ÖIAG.

Die Situation bei der Telekom sei durchaus schwierig, meint der ÖIAG-Chef mit Blick auf den starken Kursverlust der Telekom-Aktie, sinkende Investitionen und Umsätze und vor allem mit Blick auf die Personalstruktur. Ungefähr 7.000 von insgesamt 9.700 Mitarbeitern seien unkündbar. Befürchtungen, dass die Telekom mit den Beamten "die nächste AUA" wird, hält Kemler für überzogen.

"Aber es gibt eine Aufgabe, die wir lösen müssen." Es gehe auch nicht nur um die Zahlen, sondern auch um die Frage eines flexibleren Einsatzes der Beamten. Im Moment sei die Telekom mit den aktuellen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig, befand Kemler. "Aber das Bedrohungsszenario halte ich für signifikant". An positiven Entwicklungen führte er im Geschäftsverlauf den internationalen Businessbereich und das Festnetz an. Ein Problem sei der Umsatz im Mobilfunk. Den größten Brocken mache die Regulierung aus. "Die hat uns 2012 gut 70 Millionen gekostet."

Der Telekom-Aufsichtsratschef sieht die ganze Branche in einer schwierigen Situation. "Wenn Sie vor fünf Jahren einen Telekom-Experten gefragt hätten, ob ein Mobilfunkunternehmen in Konkurs gehen kann, hätte Ihnen jeder gesagt, dass das undenkbar ist. Aber schauen Sie sich Orange an. Ohne Übernahme ist deren weitere Existenz nicht möglich. Streng genommen muss man sagen, sie sind in Konkurs. Die Thematik ist eine Realität. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder übernimmt jetzt Hutchison, oder es nehmen die Banken das Heft in die Hand, weil sie ihre Außenstände nicht eintreiben können." "Orange" ist die Tochter der France Telecom, eines der größten Telekommunikationsfirmen weltweit.

In Wien hat zu Silvester T-Mobile seine Ankündigung wahr gemacht und seinen Widerstand gegen die Übernahme von Orange durch Hutchison angemeldet. Am 31. Dezember brachte T-Mobile beim Verwaltungsgerichtshof Beschwerde gegen die Neuverteilung der Frequenzen im Zuge des Deals ein. (apa)

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