Gastkommentar: Auf dem Weg zum Stromnetz 2.0 Gastkommentar: Auf dem Weg zum Stromnetz 2.0 - Computerwelt

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04.09.2013 :: Printausgabe 18/2013 :: Bernd Liebscher*

Gastkommentar: Auf dem Weg zum Stromnetz 2.0

Smart-Metering-Pilotprojekte zur Erprobung von Kommunikationstechnologien sind derzeit bei zahlreichen EVU im Laufen. Wir rechnen damit, dass ab Herbst die ersten Ausschreibungen starten und so der Startschuss zum Stromnetz 2.0 in Österreich gegeben wird.

Bernd Liebscher ist Leiter der Telekom Austria Group M2M GmbH

Bernd Liebscher ist Leiter der Telekom Austria Group M2M GmbH

© Telekom Austria Group

Dabei ist jedoch jene Gesetzesänderung vom 4. Juli 2013 von Bedeutung, die auch Smart Metering, sowie die Anforderungen an Meter Data Management (MDM) und an die Verrechnung betrifft. Aus diesen Änderungen ergeben sich für Dienstleister zwei Fragestellungen: Wie wirkt sich der durch die Gesetzesänderung ermöglichte Opt-Out auf den Roll-Out von Smart Metering aus und: Welche Roll–Out-Strategie ist für Smart Metering empfehlenswert?

In Bezug auf die erste Frage muss man vorab feststellen, dass durch die Gesetzesänderung eine Stärkung des Datenschutzes stattgefunden hat, was im Sinne der Konsumenten begrüßenswert ist. Wir gehen davon aus, dass nur eine kleine Konsumenten-Anzahl vom Opt-Out Gebrauch macht. Die Mehrheit wird an den Vorteilen von Smart Metering interessiert sein und die Möglichkeiten rund um bessere Verbrauchs- und Kostentransparenz sowie innovative Tarifmodelle nutzen wollen. Voraussetzung dafür ist in jedem Fall eine ausreichende Information der Konsumenten.

Für die Entwicklung des Smart-Metering-Portfolios der Telekom Austria Group (TAG) stellen die Gesetzesänderungen keine Verzögerungen oder Probleme dar. Was die Roll-out Strategie betrifft, so kann man feststellen, dass der parallele Betrieb manueller Prozesse (wie heute ohne Smart Meter) und automatisierter Prozesse (die durch den SM-Roll-out ermöglicht werden) für EVU zu höheren Kosten und mehr Komplexität führen würde. Experten empfehlen den EVU in einem ersten Schritt, intelligente Stromzähler zum Einsatz zu bringen, welche über Mobilfunknetze ausgelesen werden können. Sie zeichnen sich durch geringen Eigenstromverbrauch, Datenübertragung in Echtzeit und hohe Zuverlässigkeit aus. So haben sich die EVU in Großbritannien kürzlich zum größten Teil für eine Mobilfunk-basierte Smart-Metering-Umsetzung entschieden. Meines Erachtens wird zudem auch die PLC-Technologie (Datenübetragung direkt über das Niederspannungsnetz) mit zunehmender Reife der Technologie einen wichtigen Stellenwert bekommen. Die TAG bietet schon heute performante und kosteneffiziente Lösungen für die Anbindung von Trafostationen. Wir befinden uns bereits in der Kick-off-Phase zum Stromnetz 2.0.

* Bernd Liebscher ist Leiter der Telekom Austria Group M2M GmbH.

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