Katastrophenübung für Gesundheitsnetzwerk HEALIX Katastrophenübung für Gesundheitsnetzwerk HEALIX - Computerwelt

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10.09.2013 Rudolf Felser

Katastrophenübung für Gesundheitsnetzwerk HEALIX

Im Rahmen einer Katastrophenschutzübung wurde kürzlich überprüft, ob die Kommunikationsinfrastruktur HEALIX auch unter widrigen Bedingungen die Kommunikation zwischen Krankenhäusern und anderen Gesundheitseinrichtungen gewährleisten kann.

Über das Datennetz HEALIX können Gesundheitsinformationen zeit- und ortsunabhängig bereitgestellt werden.

Über das Datennetz HEALIX können Gesundheitsinformationen zeit- und ortsunabhängig bereitgestellt werden.

© Tele2

Das hochsichere Datennetz HEALIX dient dem österreichweiten Informationsaustausch zwischen einzelnen Krankenanstalten und Gesundheitsdiensteanbietern. Es optimiert sowohl den Ablauf bei Routineuntersuchungen als auch bei akuten Erkrankungen durch die Bereitstellung relevanter Befunde. Große Datenmengen wie Laborwerte, Vorbefunde und Röntgenbilder können zeit- und ortsunabhängig ausgetauscht werden, Mehrfachuntersuchungen sollen dadurch vermieden und Wartezeiten verkürzt werden.

HEALIX wurde 2009 auf Initiative von 12 Partnern – darunter der Wiener Krankenanstaltenverbund und die NÖ Landeskliniken Holding – und unter der Projektführung von Tele2 ins Leben gerufen. Österreichweit wird HEALIX derzeit in rund 100 Gesundheitseinrichtungen in den vier Bundesländern Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Salzburg verwendet.
 
Da es sich bei der Übermittlung von Gesundheitsdaten um kritische Infrastruktur handelt, ist die Überprüfung für den Ernstfall überaus wichtig. Aus diesem Grund wurde HEALIX am 9. September im Rahmen einer Katastrophenschutzübung einer Prüfung unterzogen. "Das Netz hat sich auch im Ernstfall bewährt", erklärt Tele2-Österreich-CEO Alfred Pufitsch und betont die professionelle Abwicklung des Übungsfalls: "Ein derartiges technisches Problem wäre zwar äußerst ungewöhnlich, kann aber in Einzelfällen vorkommen. Wie die Katastrophenschutzübung gezeigt hat, funktionieren die festgelegten Mechanismen der Problemerkennung und -lösung auch bei großen technischen Störfällen."
 
Übungsannahme war eine umfassende technische Störung, verursacht durch einen Router mit schadhafter Software. Im Regelfall gewährleisten in die regionalen Netzknoten integrierte Informationsautomatismen eine automatische Fehlermeldung und sorgen somit für erhöhte Ausfallsicherung, indem sie den Routern auf den Zuleitungen zu einzelnen Nutzern – wie beispielsweise einem Krankenhaus - vorgelagert sind.
 
Im angenommenen Katastrophenübungsszenario führte ein Router mit schadhafter Software in einem Krankenhaus zu einer Überlastung des Netzes und damit zu schleichenden Netzausfällen. Der Schaden wurde  - anders als im genau festgelegten Normfall - technisch bedingt länger nicht bemerkt und führte zu weiteren Problemfällen bei anderen ans Netz angeschlossenen Standorten. Neben der technischen Problembehebung wurde zeitgleich auch der Ablauf der Kommunikation beteiligter Stellen für den Ernstfall geprobt.
 
Alfred Pufitsch betont: "Unser Datennetz ist speziell für die Übertragung von Gesundheitsdaten ausgerichtet und kann große Datenmengen innerhalb kurzer Zeit übermitteln. Durch die Katastrophenschutzübung konnten wir die Leistungsfähigkeit und Sicherheit von HEALIX erfolgreich testen. Für uns als Projektträger von HEALIX gemeinsam mit unseren Partnern und teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen bedeutet das eine Bestätigung unserer jahrelangen Arbeit am Datennetzwerk, das in dieser Form österreichweit einzigartig ist. Die große Stärke des Netzes ist die Sicherheit – das konnten wir eindrucksvoll beweisen." (pi)

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