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21.01.2010 Alex Wolschann/apa

Digitale Musikverkäufe über 25 Prozent

Die digitalen Verkäufe hatten am weltweiten Musikmarkt 2009 erstmals einen Anteil von über 25 Prozent, aber ihr Wachstum hat sich verlangsamt und das "fundamentale Problem der Piraterie" ist weiterhin ungelöst.

Die digitalen Verkäufe hatten am weltweiten Musikmarkt 2009 erstmals einen Anteil von über 25 Prozent, aber ihr Wachstum hat sich verlangsamt und das "fundamentale Problem der Piraterie" ist weiterhin ungelöst. Dies weist der "IFPI Digital Music Report" aus, den der Branchenverband IFPI (International Federation of the Phonographic Industries) am Donnerstag in London veröffentlicht hat. Man sei dabei, eine "effektive Antwort" auf die Piraterie zu finden - doch der Fortschritt in diese Richtung sei "quälend langsam", schrieb IFPI-Vorsitzender John Kennedy zur Einleitung.

Rund 4,2 Milliarden Dollar (2,97 Mrd. Euro) und damit 27 Prozent vom Gesamtmarkt machten die digitalen Verkäufe 2009 weltweit aus, ein Plus von zwölf Prozent gegenüber 2008. Die Downloads einzelner Songs sind um rund zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Stück gestiegen, die Downloads ganzer Alben um rund 20 Prozent auf 110 Mio. Stück. Elf Millionen Tracks können über 400 legale Angebote weltweit gekauft werden. In den USA haben Verkäufe im Internet und auf Handys bereits einen Anteil von über 40 Prozent am Gesamtmarkt, dort ist iTunes bereits der größte Musikhändler.

Doch der überwiegende Anteil an Musik, die digital konsumiert wird, wird nach wie vor gratis bezogen, und die Kaufbereitschaft ist beschränkt: In den fünf größten europäischen Märkten kaufen nur acht Prozent der Internetnutzer regelmäßig Musik online. Auch bei der Online-Entwicklung hinkt man in Europa nach: Erst 15 Prozent des Musikmarktes läuft über digitalen Vertrieb.

Ein Gutteil des Reports widmet sich den Maßnahmen gegen illegales Filesharing und andere Vertriebskanäle für unlizenzierte Musik. Wiederholt spricht sich die IFPI für umstrittene Gesetzgebungen aus, bei denen die Internet-Provider ihre Kunden auf Urheberrechtsverletzungen hin überwachen müssen, wie etwa in Frankreich. Dies sei eine "angemessene und effektive Sanktion", so Kennedy. Jedoch erwarte die Tonträgerindustrie weitere Maßnahmen von Regierungen, um ein gesetzliches Umfeld zu schaffen, in dem "kreative Arbeit belohnt und vom Urheberrechts-Diebstahl effektiv abgeschreckt" wird. Auch vermehrte Aufklärung der Konsumenten sei nötig.

Seit 2004 hat der digitale Markt um 940 Prozent zugenommen - dieses Plus hat jedoch den negativen Trend am Gesamtmarkt nicht umdrehen können: Seit 2004 ist dieser um 30 Prozent gesunken. Auch 2009 ist der Musikmarkt im Gesamten wieder geschrumpft, die endgültigen Zahlen liegen aber noch nicht vor. Wachstumsbarrieren für den digitalen Musikmarkt sind u.a. die Probleme mit grenzüberschreitender Lizenzierung und die Zurückhaltung vieler Konsumenten bei Online-Bezahlungsmöglichkeiten.

Man müsse "Services schaffen, die wirklich den Massenmarkt erreichen", heißt es in dem IFPI-Report. Dahingehende Bestrebungen etwa bei Musik-Abosystemen, die unbegrenzten Musikdownload gegen eine monatliche Gebühr erlauben, machen derzeit rund fünf Prozent des digitalen Marktes aus.

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