Softwarepiraterie steigt weltweit Detail - Computerwelt

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12.05.2009 Christof Baumgartner

Softwarepiraterie steigt weltweit

Ein Viertel der heimischen Software ist illegal.

2008 waren 24 Prozent der eingesetzten Programme in Österreich illegale Raubkopien, das ist um einen Prozentpunkt weniger als 2007. Der abermalige Rückgang bestätigt den hiesigen Trend aus dem Jahr 2006, die Piraterie verlagert sich aber vor allem auf die sogenannten Schwellenländer. Weltweit entfallen 41 Prozent der Software auf Raubkopien, Österreich hat damit den fünftniedrigsten Wert hinter den USA (20 Prozent), Luxemburg, Japan (jeweils 21 Prozent) und Neuseeland (22 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des marktforschers IDC, die im Auftrag der Business Software Alliance (BSA) durchgeführt wurde.

Obwohl der Anteil der Illegalen Software in Österreich zurückging, ist ihr Wert um 19 Mio. Euro auf 132 Mio. Euro gestiegen. Weltweit nahm der Umsatzausfall für die Hersteller um rund fünf Milliarden auf knapp 53 Milliarden US-Dollar zu. Die Höchste Piraterierate hat China mit etwa 80 Prozent, der Verlust darauf beziffert sich auf 6,7 Mrd. Dollar. Das Land mit dem größten Schaden aus Softwarepiraterie ist aber die USA mit 9,1 Mrd. Euro, obwohl sie die geringste Piraterierate hat. In der EU ist die "Piraterierate" mit 35 Prozent ebenfalls konstant geblieben. Der Umsatzausfall ist von 8,8 Milliarden auf 10 Milliarden Euro angestiegen.

PROBLEMMÄRKTE ASIEN UND OSTEUROPA Insgesamt zeigt sich eine Verlagerung des Problems in die Wachstumsmärkte Asiens und Osteuropas, deren hohe Piraterieraten steigen beziehungsweise nur langsam zurückgehen. Die Wirtschaftskrise kommt im Untersuchungszeitraum noch nicht voll zum Tragen, so dass ihre Auswirkungen nur geringen Einfluss auf die Ergebnisse haben.

Bis 2014 werden zusätzlich 460 Millionen Menschen in Wachstums- und Schwellenländern online sein, erwartet IDC. Damit werde das Angebot an raubkopierter Software vergrößert. Denn viele der neuen Nutzer werden private Endverbraucher und kleine Unternehmen sein, die für gewöhnlich mehr raubkopierte Software einsetzen als größere Firmen oder Behörden.

Die Methoden von IDC sind allerdings nicht unumstritten. Schon 2005 kritisierte die Wirtschaftszeitung "Economist" die Glaubwürdigkeit der Studie. Die Ergebnisse werden dort als übertrieben bezeichnet. Noch nennt sich die BSA selbst "eine Non-Profit-Organisation zur Unterstützung der Ziele der Softwarebranche".

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