Internet-Piraterie: Google kämpft gegen Windmühlen Internet-Piraterie: Google kämpft gegen Windmühlen - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


14.11.2013 pte

Internet-Piraterie: Google kämpft gegen Windmühlen

200 Mio. Links zu illegal verbreiteten Inhalten mussten im laufenden Jahr von Google entfernt werden, wie der Guardian berichtet.

Google müsste hunderte Millionen Links entfernen.

Google müsste hunderte Millionen Links entfernen.

© Vladimir Vitek - Fotolia.com

Die meisten Anfragen zur Bekämpfung von Internet-Piraterie stammen aus der britischen beziehungsweise amerikanischen Musikindustrie - 74 Mio. seit Jahresbeginn. "Das Problem mit allen digitalen Gütern ist, dass man sie leicht verbreiten kann", so Thomas R. Köhler, Geschäftsführer der Gesellschaft für Kommunikationsberatung CE21, gegenüber der Nachrichtenagentur pressetext.

"Für jede Sache, die gelöscht wird, wachsen unzählige Inhalte wie die Köpfe der Hydra im Web nach", erklärt Köhler weiter. Das musste er als Buchautor auch am eigenen Leibe erfahren: Sein Buch kann er selbst auf mehreren Plattformen illegal zum Download finden, und auch wenn eine Version entfernt wird, taucht sie nach wenigen Stunden wieder auf.

In der Motion Picture Association of America (MPAA) herrscht keine Begeisterung über Googles Urheberrechteschutz. Chris Dodd, der Vorsitzende der MPAA: "Suchmaschinen tragen Verantwortung dafür, Menschen mit Inhalten zu beliefern, die Urheberrechte verletzen." Er weist darauf hin, dass die Nutzer oft gar nicht nach solchen Inhalten suchen, sondern darauf gestoßen werden.

Köhler sieht kein Versagen bei Google. "Im Bereich der Piraterie geht Google sehr stark den Wünschen der Rechteinhaber nach", weiß der Experte. Aber: "Die Suchmaschine ist ein Automatismus, Google kann nicht unterscheiden, ob es sich um ein Privatvideo handelt oder um ein illegal hochgeladenes." Andererseits schalten Warner, Universal und Co auch Werbung für Künstler. "Technisch gibt es da keine Chance zu unterscheiden", wie Köhler betont.

Eine Plattform, die Urheberrechte besonders intensiv verletzt, ist die in Polen ansässige Seite FilesTube. Über 7,6 Mio. Links von der Seite mussten aus den Google-Suchergebnissen entfernt werden. Köhler weist darauf hin, dass es oft Inhalte sind, die schwer zu bekommen sind: "Es ist in gewisser Weise ein Versagen der Musikindustrie, Nischen nicht adäquat zu bedienen."

In Köhlers Augen hat die Piraterie in Summe in den vergangenen Jahren jedoch abgenommen. "Es ist viel einfacher geworden, Musik legal zu erwerben, zum Beispiel Titel für einen Euro bei iTunes zu kaufen oder für zehn Euro im Monat bei Spotify so viel Musik zu streamen, wie man möchte." (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H:

    KORAM Softwareentwicklungsgesellschaft m.b.H: Betriebsdaten- und Zeiterfassung, Kaufmännische Software (ERP), Management Informationssysteme (MIS), Bauwesen, Einzelhandel, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Freie Berufe,... mehr
  • Huawei Technologies Austria GmbH

    Huawei Technologies Austria GmbH mehr
  • VOQUZ Technologies GmbH

    VOQUZ Technologies GmbH Öffentliche Verwaltung, Maschinen- und Anlagenbau, Finanzdienstleistungen, Qualitätssicherung, Product Lifecycle Management (PLM), Mobile Lösungen und Applikationen, Management Informationssysteme (MIS),... mehr
  • ITSDONE GRUPPE

    ITSDONE GRUPPE Office Software, Kaufmännische Software (ERP), Datenbanken, Server-Betriebssysteme, Programmiersprachen, Betriebssysteme für PCs, Netzwerk- und Systemüberwachung,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: