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10.09.2015 pi/Wolfgang Franz

Österreich diskutiert über Internet Governance

Mit dem Internet Governance Forum Austria (IGF-Austria) wurde von Bundeskanzleramt, ISPA und der Domain-Registry nic.at eine offene Dialog-Plattform ins Leben gerufen, die am 17. September 2015 in Wien in die nächste Runde geht und die Zukunft des Internets in den Mittelpunkt rückt.

Richard Wein, Geschäftsführer von nic.at.

Richard Wein, Geschäftsführer von nic.at.

© nic.at

Netzpolitik, Datenschutz, Urheberrecht, Digital Divide, Internetverwaltung, Regulierung, Netzinfrastruktur und Cybersicherheit sind nur einige prominente Schlagwörter, die häufig in Verbindung mit Internet Governance auftauchen. Klar ist: Hinter diesem vielzitierten Begriff stehen Themen mit enormer gesellschaftlicher Relevanz.

nic.at fördert Diskussion und bringt langjährige Erfahrung ein
Mit dem im Vorjahr von Bundeskanzleramt, ISPA und nic.at ins Leben gerufenen Internet Governance Forum Austria wurde erstmals eine Multi-Stakeholder-Plattform in Österreich geschaffen, die sich den zentralen Fragen über die Zukunft des Internets annimmt. Unter hochkarätiger Beteiligung aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geht diese Dialog-Plattform am 17. September 2015 im Rahmen einer ganztägigen Veranstaltung an der TU Wien in die nächste Runde. Im Rahmen von Keynotes, Workshops und einer Panel-Diskussion wird dabei Internet Governance aus wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und rechtsstaatlicher Perspektive beleuchtet und diskutiert.

Aufruf an die Internet-Community
Warum Internet Governance ein wichtiges Thema ist erklärt Richard Wein, Geschäftsführer von nic.at: "Im Dezember findet in New York die nächste UNO Generalversammlung statt. Im Rahmen dieser wird auch über das zukünftige Mandat des Internet Governance Forums auf globaler Ebene und damit in weiterer Konsequenz auch über den Fortbestand bzw. die Sinnhaftigkeit nationaler Internet Governance Foren entschieden. Internet Governance ist ein zu wichtiges Thema, das jedenfalls auch auf nationaler Ebene breit diskutiert werden muss – jetzt und auch in Zukunft. Umso mehr rufe ich die heimische Internet-Community auf, sich aktiv am Diskurs zu beteiligen und sich in die laufende Diskussion über die Zukunft des Internets einzubringen. Um ein starkes Zeichen in Österreich zu setzen und um gleichzeitig Druck für die internationale Weiterführung der Diskussion aufzubauen."

Internet Governance hat viele Baustellen
Als österreichische Domain Registry ist nic.at bereits seit Jahren intensiv in internationale Diskussions- und Entwicklungsprozesse eingebunden und verfolgt insbesondere die Diskussion zur Frage der Organisation der Internetverwaltung seit den ersten Stunden sehr aufmerksam – ein Thema, das seit dem angekündigten Rückzug der USA im Vorjahr noch immer ungelöst ist. Weitere heiß diskutierte Themen in diesem Zusammenhang betreffen außerdem Bereiche des Urheberrechts, den Umgang mit Informations- und Meinungsfreiheit, die Vermittlung digitaler Kompetenzen oder etwa den Datenschutz.

nic.at leistet wichtige Aufklärungsarbeit
Das Thema Internet Governance ist aufgrund seiner unterschiedlichen Ausprägungen durch entsprechend hohe Komplexität gezeichnet. Aus diesem Grund hat es sich nic.at zum Ziel gesetzt, wichtige Aufklärungsarbeit zu leisten und die Diskussion dazu in Österreich zu fördern. Aufgrund seines Knowhows in internationalen Multi-Stakeholder-Prozessen hat die heimische Domain-Registry vor kurzem in Kooperation mit dem Österreichischen Journalisten Club zu einem Seminarabend geladen, bei dem über Internet Governance als wichtige Querschnittsmaterie informiert wurde.

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