VAT sieht Kostenbelastung statt Kostensenkung durch TKG Novelle VAT sieht Kostenbelastung statt Kostensenkung durch TKG Novelle - Computerwelt

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18.09.2015 pi/Rudolf Felser

VAT sieht Kostenbelastung statt Kostensenkung durch TKG Novelle

Jan Trionow, Drei-Chef und VAT- Präsident, sieht die Branche durch die Novelle des Telelommunikationsgesetzes über Gebühr belastet

© Jorge Casais - Fotolia.com

Der VAT (Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber), ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), wurde 1997 gegründet und ist die Interessenvertretung von im Zuge der Telekom-Liberalisierung neu in den Markt eingetretenen Betreibern. VAT-Mitgliedsunternehmen aus dem Festnetz- und Mobilbereich sind Colt, Hutchison, T-Mobile, Tele2 und UPC.

"Statt wie europarechtlich vorgesehen eine Novelle zu erlassen, die der Branche erhebliche Kostensenkungen beim Ausbau von Hochgeschwindigkeitsnetzen bringt, würde durch die vorliegende Novelle des TKG den Betreibern ein Belastungspaket auferlegt werden", so VAT-Präsident Trionow in einer Reaktion auf die eben konsultierte Novelle des Telekommunikationgesetzes.

Der Endnutzer genieße demzufolge in Österreichisch neben "einem der günstigsten Preisniveaus in Europa" bereits ein hohes Niveau an Konsumentenschutz. Obwohl Betreiber die geltenden Regelungen einhielten und die Branche im Vergleich zu anderen bereits jetzt überreglementiert sei, wolle der Gesetzgeber in der Novelle weitere Konsumentenschutzregelungen einführen, wie zum Beispiel eine gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsfrist von maximal einem Monat.

"Durch die verschärften Konsumentenschutzregelungen würde das Spielfeld immer schiefer zu Gunsten der Over-the-Top-Player gestaltet", so Trionow, der weiter ausführt, dass auf der anderen Seite immer wieder der rasche Ausbau von Breitband gefordert wird, ohne Betreibern einen Spielraum für neue Geschäftsmodelle zu lassen. "Dieser Spagat wird von jeder Novelle des TKG zur nächsten immer schwieriger."

"Erschwerend kommt noch dazu, dass im TKG nicht zwischen Unternehmen und Verbrauchern unterschieden wird", erklärt Trionow, "und wir Betreiber dazu gezwungen werden, große Unternehmen gleich zu behandeln wie den Durchschnittskonsumenten."

Auch durch die geplante Erweiterung der Kompetenzen der Regulierungsbehörde, die im laufenden Betrieb zum Großteil durch die TK-Branche selbst getragen wird, würde eine zusätzliche finanzielle Belastung auf die Betreiber zukommen.

Abschließend erhofft sich Trionow, dass "ein Umdenken eingeleitet wird, und Betreiber als Enabler gesehen werden, die mit ihrer Infrastruktur und Services ihren Kunden ein Teilhaben an der Welt des Internets ermöglichen, denen man keine Steine in den Weg wirft." (pi)

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