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25.01.2012 :: Printausgabe 01-02/2012 :: Christof Baumgartner/pi

ICANN eröffnet Bewerbungsphase für TLD

Ungeachtet der Kritik der US-Regierung soll die Vergabe neuer Internet-Domain-Endungen starten.

Die Internet-Verwaltung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names) nimmt nach einer langen Vorbereitungsphase seit kurzem erste Bewerbungen an. Unternehmen oder Städte können sich nun bis Mitte April um eine neue Adresse mit Endungen wie ».wien«, ».reise« oder ».hotel« bewerben. Bis November 2012 werden die Anträge auf sogenannte Generic Top Level Domains (gTLD) von der ICANN geprüft. Anfang 2013 sollen dann die ersten Adressen mit den neuen Endungen an den Start gehen. Inhaber von Markenrechten werden bei der Vergabe bevorzugt behandelt. Obwohl die Bewerbung kosten- und zeit­intensiv ist, versuchen viele Unternehmer, sich eine TLD zu sichern, um vom möglichen Erfolg zu profitieren. »Auch in Österreich gibt es Interesse an der Registrierung von TLD wie ‚.reise‘ oder ‚.versicherung‘. Es werden sich aber lediglich ein paar neue TLD durchsetzen«, sagt Nic.at-Geschäftsführer Richard Wein. Potenzielle Bewerber für TLD brauchen tiefe Taschen und viel Geduld. Alleine die zu berappenden Gebühren belaufen sich auf 185.000 Dollar. »Insgesamt ist mit Kosten von etwa einer halben Mio. Euro zu rechnen. Allein die Erstellung der 200 bis 300-seitigen Bewerbungsunterlagen ist viel Arbeit. Auch die technische Infrastruktur zum Betrieb der TLD muss gewährleistet werden«, so Wein. Das wird Firmen, die ihre Markenrechte bedroht sehen, kaum abschrecken. »Große Konzerne werden eine TLD mit ihrem Namen anmelden, um Missbrauch vorzubeugen«, so Wein. Die neuen TLD stoßen auch in der Internet-Gemeinde auf Kritik. Mit der Erweiterung der Endungen werde kein Vorteil, sondern nur Redundanz produziert, von der letztendlich nur Google profitiere, sagte die Internet-Pionierin Esther Dyson dem Wall Street Journal. Wenn ein Unternehmen wie die Hotel-Kette Marriott neben der Adresse »marriott.com« auch »marriott.hotel« registrieren könne, würden sie ihre Marke mit einer Reservierung der TDL schützen müssen, auch wenn das Unternehmen die neue Domain nie gebrauchen würde. Für Marken-Anwälte könne daraus ein lukratives Geschäftsfeld entstehen.

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