Suchtexperten alarmiert: Internet gefährliche Droge Detail - Computerwelt

Computerwelt: Aktuelle IT-News Österreich


20.01.2012 pte/Rudolf Felser

Suchtexperten alarmiert: Internet gefährliche Droge

Beim exzessiven Internetkonsum kann es zu Veränderungen im Gehirn kommen. Eine neue Studie hat die Reduktion des Gehirnvolumens in bestimmten Bereichen festgestellt.

Die gleichen Gehirnveränderungen finden auch beim Konsum von Drogen wie beispielsweise Heroin statt. "Studien, die bildgebende Verfahren auswerten, haben gezeigt, dass häufiger Internet- und Drogenkonsum ähnliche Reaktionen im Gehirn hervorruft. Trotzdem muss man mit dem Begriff 'Sucht' oder 'Abhängigkeit' sorgfältig umgehen. Die sogenannte 'Internetsucht' fällt nicht unter die International Classification of Diseases. Offiziell wird der exzessive Medienkonsum nicht als Abhängigkeit eingestuft. Er fällt unter 'Impulskontrollstörung'", so Gabriele Bartsch, stellvertretende Geschäftsführerin der Deutschen Hauptstelle für Suchfragen.

Die chinesische Akademie der Wissenschaften hat das Internetverhalten von 35 Frauen und Männern zwischen 14 und 21 Jahren untersucht. Bei 17 Personen wurde mittels Kernspinresonanzverfahren festgestellt, dass sich die weiße Substanz des Gehirns verändert hat, also jener Bereich, der die Nervenfasern enthält.

Zudem erkannten die Forscher einen negativen Konnex zwischen dem Gehirnvolumen und der Dauer der Abhängigkeit. Je länger eine Person internetsüchtig war, desto geringeres Volumen wies ihr Gehirn in bestimmten Regionen auf.

"Wir können uns nur an das halten, was international und allgemein als Sucht oder Abhängigkeit angesehen wird. Aufgrund der neuesten Entdeckungen wird vermutlich bereits über die Klassifizierung des exzessiven Internetkonsums als Abhängigkeit gesprochen. Bis dahin richten wir uns nach den anerkannten Regelungen", so Bartsch.

Bartsch macht darauf aufmerksam, dass in Fachkreisen eher von Abhängigkeit als von Sucht gesprochen wird. Im Alltag wird aber vielfach der Sucht-Begriff verwendet. Dies führt dazu, dass schnell von Kaufsucht, Sexsucht, Handy-Sucht oder anderen Süchten gesprochen wird. Dies sind alles jedoch keine Fachbegriffe und auch keine anerkannten Diagnosen, stellt Bartsch klar. Dennoch lassen sich Menschen mit Verhaltensstörungen behandeln, die als Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen gelten. (pte)

Diesen Artikel

Bewertung:

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
  Sponsored Links:

IT-News täglich per Newsletter

E-Mail:
Weitere CW-Newsletter

CW Premium Zugang

Whitepaper und Printausgabe lesen.  

kostenlos registrieren

Aktuelle Praxisreports

(c) FotoliaHunderte Berichte über IKT Projekte aus Österreich. Suchen Sie nach Unternehmen oder Lösungen.

Zum Thema

  • eyepin GmbH

    eyepin GmbH Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, Programmierung, Übernahme von Softwareprojekten mehr
  • adesso Austria GmbH

    adesso Austria GmbH Öffentliche Verwaltung, Grundstoffindustrie, Großhandel, Finanzdienstleistungen, Fertigung, Produktion und Konstruktion, Druck- und Verlagswesen, Qualitätssicherung,... mehr
  • Anexia

    Anexia Application Service Providing, Auftragsentwicklung für Software, Individual-Softwareentwicklung, RZ-Dienstleistungen, Übernahme von Softwareprojekten, User Helpdesk-Systeme und Hotlines mehr
  • SEQIS GmbH

    SEQIS GmbH Qualitätssicherung, Expertensysteme, Tools, Security Audits, E-Commerce-Software, B2B Dienste und Lösungen, Übernahme von Softwareprojekten,... mehr

Hosted by:    Security Monitoring by: