Internet-Ombudsmann: "Abzocke" rückläufig, Beschwerden komplexer Detail - Computerwelt

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19.04.2012 apa/Rudolf Felser

Internet-Ombudsmann: "Abzocke" rückläufig, Beschwerden komplexer

2011 wurden beim Internet-Ombudsmann Schäden in der Höhe von fast 880.000 Euro gemeldet, die durchschnittliche Schadenshöhe lag bei rund 185 Euro.

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Vermeintliche "Gratis"-Angebote, die sich dann als zahlungspflichtig herausstellen, seien zwar immer noch der häufigste Beschwerdegrund beim Internet-Ombudsmann, 2011 waren diese Fälle aber erstmals rückläufig, sagte Projektleiter Bernhard Jungwirth am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

Insgesamt werden die Beschwerden "unterschiedlicher und komplexer". Anfragen rund um Online-Dienstleistungen, Datenschutz, Urheberrechte und Internetbetrug nehmen zu. 2011 wurden beim Internet-Ombudsmann Schäden in der Höhe von fast 880.000 Euro gemeldet, rund 84 Prozent der Fälle konnten "durch Schlichtung, Vermittlung und Beratung" erfolgreich bearbeitet werden, zeigte sich Jungwirth zufrieden. Die durchschnittliche Schadenshöhe lag bei rund 185 Euro, durch die Arbeit des Ombudsmanns konnten insgesamt 740.000 Euro zugunsten der Verbraucher "eingespart" werden, sagte er. Mit rund 40 Prozent stehen vermeintliche "Gratis"-Angebote noch immer an der Spitze der Beschwerden-Hitliste. Streitigkeiten beim Rücktritt von Verträgen oder der Beendigung von Abos stehen an zweiter Stelle.

Für 2012 erwartet Jungwirth einen Anstieg der Beschwerden rund um Kostenfallen bei Gratis-Apps und Datenschutz. Auch Urheberrechtsverletzungen würden immer wichtiger. In diesem Zusammenhang warnte er vor "Fake-Abmahnungen", die derzeit im Umlauf seien. Mit den Worten "erst lesen, dann kaufen" forderte er die Konsumenten dazu auf, sich zu informieren und fügte hinzu: "Wenn es Probleme gibt, dann lassen Sie sich beraten!" Neben dem Ombudsmann kann man sich auch an den Verein für Konsumenteninformation (VKI) oder die Arbeiterkammer wenden.

Auch die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Verbraucher auf dem grenzüberschreitenden Online-Markt sei intensiviert worden, sagte Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstofer (S). Die europäische Verbraucherrechte-Richtlinie beispielsweise verlange einen deutlichen Hinweis zu Preis, Vertragsdauer und Kündigungsmöglichkeiten. Der Verbraucher muss einen Button anklicken, auf dem klar erkennbar ist, dass eine Zahlungspflicht besteht. Am Online-Markt heiße Unterschreiben nämlich "Bestell-Knopf-Drücken", so der Minister. Bis Dezember 2013 ist diese Richtlinie umzusetzen, aber: "Wir wollen schneller sein", sagte Hundstorfer, "es geht darum, Verbraucherrechte noch besser abzusichern." (apa)

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