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20.04.2012 Rudolf Felser

Österreichisches Open Government Data Porta

Mit dem bundesweiten Open Government Data Portal (data.gv.at) tragen das Bundeskanzleramt, die Cooperation Open Government Data Österreich und das Bundesrechenzentrum dem OGD-Trend Rechnung.

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Das Portal soll eine umfassende Sicht auf frei zugänglich gemachte, nationale Daten der öffentlichen Verwaltung ermöglichen. Gemeinsam mit Ländern, Städten und Gemeinden wird das Portal laufend erweitert, um möglichst viele Informationen in Form von Apps oder Visualisierungen für die Bevölkerung und die Wirtschaft online zur Verfügung zu stellen.

Hinter Open Government Data (OGD) steckt die Idee, dass von der Verwaltung gesammelte Daten, jedoch keine personenbezogenen, veröffentlicht werden und kostenlos abrufbar sind. Die Daten werden für die Bevölkerung und die Wirtschaft in maschinenlesbarer Form aufbereitet, so dass diese auch automatisiert verarbeitet werden können. Offene Standards bei den Schnittstellen und der Software ermöglichen zudem mehr Transparenz, Partizipation und Kollaboration.

Nutzungsmöglichkeiten bestehen auf verschiedensten Ebenen. Bürger wie auch Unternehmen und Organisationen können mit den angebotenen Daten selbst neue Anwendungen und Dienste erstellen. Wissenschaft und Forschung profitieren ebenfalls vom vereinfachten Datenaustausch. Im Jahr 2011 hat der Bund gemeinsam mit den Verantwortlichen in Linz, Wien, Salzburg und Graz die Cooperation Open Government Data Österreich gegründet, mit dem Ziel, eine bundesweite Plattform mit öffentlichen Daten zu etablieren. Auch Tirol wird der Cooperation OGD Österreich beitreten. Das OGD-Österreich-Portal ist eine Art Verzeichnis, in dem steht, wo welche Daten in welchem Format liegen, wann sie veröffentlicht wurden usw. Die Städte Wien und Linz haben bereits entsprechende OGD-Portale geschaffen.

Die Stadt Wien ging mit dem Portal erstmals im März 2011 online und stellt seither mehr als hundert Datensätze zu Gesundheit, Geodaten, Verkehr, Tourismus, Freizeit, Kultur oder Umwelt zur Verfügung. Darüber hinaus entstanden durch die Open Government Initiative der Stadt Wien (data.wien.gv.at) mittlerweile 29 Anwendungen in Form von Apps und Visualisierungen, von der Kurzparkzonen-App über die Toilet Map Vienna, die nächstgelegene WCs anzeigt, bis hin zur Vienna Events App. Der Schwerpunkt im Jahr 2012 ist die BürgerInnenbeteiligung. Dabei setzt man beispielsweise in der Neugestaltung des Schwedenplatzes auf Partizipation. Außerdem wird, wie auch im Vorjahr, heuer wieder zum Wettbewerb "Content Award Vienna" aufgerufen, um das OGD-Angebot mit sinnvollen Anwendungen zu erweitern.

Das Pendant zu OGD Wien ist OGD Linz (data.linz.gv.at), das im Oktober 2011 online ging und bereits 107 Datensätze und Anwendungen aus dem Magistrat Linz sowie von der LINZ LINIEN GmbHb verwaltet. Auch erste Daten und Anwendungen von Privatunternehmen sind bereits abrufbar. Besonderheiten stellen hierbei die online Fahrplanauskunft LINZ LINIEN GmbH und die tagesaktuellen LINZTERMINE dar. Um das App-Angebot zu erweitern, wurde der Apps4Linz-Preis ins Leben gerufen. Teilnahmeberechtigt sind sowohl Bürger als auch Unternehmen, Organisationen und Institutionen. Die besten Ideen werden im Mai prämiert und der Bevölkerung frei zur Verfügung gestellt.

Um OGD nachhaltig und effizient nutzen zu können, holte sich das Bundeskanzleramt die Semantic Web Company und die Donau Universität Krems als Vertreter der diversen Vereinigungen auf diesem Sektor für die Strategieberatung und -entwicklung ins Boot. Gemeinsam wurden Maßnahmen, Methoden und Technologien für die Operationalisierung des OGD-Österreich-Portals entwickelt. Eine Notwendigkeit stellt hier auch die Harmonisierung und Standardisierung für Open bzw. Big Data dar.

Für die technische Umsetzung des OGD-Österreich-Portals wurde die Bundesrechenzentrum GmbH (BRZ) beauftragt. Man setzte hierbei auf das fundierte IT-Wissen und umfassende Verwaltungs-Know-how aus vergleichbaren Projekten. Die BRZ GmbH ermöglicht einen einfachen Zugang zum zentralen Datenportal und ist mit der Weiterentwicklung und technischen Wartung des Portals betraut. Das OGD-Österreich-Portal basiert auf der freien Software CKAN, die auch dem geplanten Datenportal der Europäischen Union zugrunde liegen wird. (pi)

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