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21.12.2011 pte/Rudolf Felser

Unternehmensseiten bei Google+ noch kein Erfolg

Zwei unabhängige Studien in den USA, eine von Brightedge und eine von Simply Measured, haben die Entwicklung von Unternehmensprofilen auf Google+ (G+) unter die Lupe genommen.

Beide Untersuchungen kommen zu dem Ergebnis, dass Google+ für Unternehmen zunehmend attraktiver wird. Die Besucherzahlen der Profile sind aber bescheiden. "Google+ ist das am schnellsten wachsende soziale Netzwerk aller Zeiten. Es hat Unternehmen einige Vorteile zu bieten. Die Firmenprofile sind aber noch im Beta-Stadium, was viele Nutzer noch zögern lässt", sagt Benedikt Köhler von der AG Social Media im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext.

Die US-Untersuchungen haben die G+Aktivitäten der 100 bekanntesten Firmen analysiert. Allerdings haben die Marktforscher zwei verschiedene Ranglisten verwendet, weshalb sich die Ergebnisse unterscheiden. 61 beziehungsweise 77 der Top-100-Firmen haben laut den Auswertungen ein Profil bei Google+ angelegt. "Es gibt immer noch Macken bei G+. Unternehmensseiten können derzeit zum Beispiel nur von einer Person betreut werden", erklärt Köhler. Trotzdem ist die Anzahl der vertretenen Unternehmen stark gestiegen. Bei Rivale Facebook sind laut der Auflistung von Brightedge 93 Prozent der Top-Firmen an Bord.

Alle vertretenen Spitzenunternehmen zusammen kommen bei G+ auf 220.000 Follower. Das ist nicht besonders viel. Aber auch hier ist die Wachstumsrate beeindruckend. Vor einem Monat hatten die Unternehmen nämlich erst 147.000 Fans. Momentan gibt es nur 13 kommerzielle Profile, die mehr als 5.000 Fans sammeln konnten. Das beliebteste Profil gehört Google selbst, mit einer Gefolgschaft von über 100.000 Menschen. Kleinere Firmen können bisher kaum Aufmerksamkeit auf ihre Profile lenken. Die Top-10 der Unternehmensprofile haben einen Marktanteil von 80 Prozent.

"G+ wird in Zukunft zwangsweise zum Social-Media-Portfolio von Unternehmen gehören, weil ein Google+Profil die Sichtbarkeit in Googles Suchmaschine verbessert. Damit sparen sich Firmen tausende von Euro für Suchmaschinenoptimierung", so Köhler. Außerdem biete Google durch Google-Analytics Auswertungsmöglichkeiten, die Facebook in diesem Umfang nicht zur Verfügung hat. "Google+ ist auch was Datenschutz angeht transparenter als Facebook. Googles YouTube bietet Firmen hervorragende Unterstützung bei ihren Auftritten. Das kann auch für G+ ein Vorteil gegenüber Facebook werden", sagt Köhler.

OFFENES RENNEN 2012 Der Kampf um die Nutzeraufmerksamkeit wird sich 2012 noch verschärfen. "User haben mittlerweile einige Möglichkeiten, etwas zu sagen. Der Kampf zwischen den Netzwerken wird über Inhalte und teilnehmende Leute entschieden", meint Köhler. Einen sicheren Sieger wird es auch im kommenden Jahr nicht geben.

"Die Geschichte des Internets hat gezeigt, dass Marktmacht trügerisch sein kann. Friendster und MySpace sind sehr schnell vom Tron gestoßen worden. Die Ursachen für User-Wechsel sind oft klein und kaum vorhersehbar", so Köhler. Google habe durch die Einbindung von G+ in das Ökosystem des Konzerns einen weiteren Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Vor neuen Rivalen sei aber keines der sozialen Netzwerke gefeit. (pte)

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