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12.12.2011 pte/Rudolf Felser

Internet-Provider locken mit falschen Angaben

Staatliche Aufsichtsbehörden verschiedener Ländern haben herausgefunden, dass die angebotenen Leistungen der Internet-Provider oft nicht das halten, was ihre Werbung verspricht.

Wir haben festgestellt, dass Verbraucher ihre Entscheidung anhand der beworbenen Geschwindigkeit fällen, die allerdings meistens von der wahren Geschwindigkeit des Internets abweicht, erklärt Ian Macrae, Direktor des Breitband-Test-Projektes der britischen Medienaufsichtsbehörde Ofcom.

In den vergangenen drei Jahren haben amerikanische und britische Aufsichtsbehörden damit begonnen, Breitbandanschlüsse zu testen und ihre Ergebnisse zu veröffentlichen. Dabei werden die beworbenen den tatsächlichen Geschwindigkeiten gegenübergestellt.

Fraglich ist, ob die Konsumenten sich überhaupt im Klaren sind, wie schnell ihre Internetverbindung wirklich sein soll. Zudem sind die Anbieter oft vorsichtig, da sie wissen, dass die angebotene Geschwindigkeit nicht immer erreichbar ist. So findet sich bei den Angeboten oft ein "bis zu" um die Gefahr einer Anklage zu vermeiden. "Die Kunden betrachten beworbene Breitband-Geschwindigkeiten nur einmal, nämlich wenn sie einen bestimmten Betreiber und die entsprechende Serviceleistung wählen", so Brett L. Sappington, Forschungsleiter von Parks Associates, eine US-Marktforschungsfirma.

WERBEVERSPRECHEN Bereits 2009 nahm die "Federal Communications Commission" (FCC), eine unabhängige Behörde der Vereinigten Staaten in Washington, einige Messungen der Download-Geschwindigkeiten vor. Diese ergaben einige Schwachstellen. Im August dieses Jahres wurden weitere Tests durchgeführt. Hilfe bekam die FCC von einem neuen britischen Datenerfassungs-Provider, SamKnows. Der Bericht hat ergeben, dass die meisten Provider die angebotenen Download-Geschwindigkeiten nicht einhalten können. Vor allem die Cablevision System Corp konnte während der Hauptbelastungszeiten ihre Werbeversprechen nur zu 54 Prozent erfüllen.

Viele Faktoren erschweren die Geschwindigkeitsmessung. Steven Bauer, Informatiker am Massachusetts Technikinstitut, hat einige von diesen Problemen dokumentiert. Ist man beispielsweise zu weit weg von dem Wireless-Router oder zu nah an einer Mikrowelle, so kann sich das Signal verschlechtern. "All das sind Gründe, die frühere Geschwindigkeits-Tests beeinflusst haben. Die FCC versucht diese negativen Effekte zu kontrollieren beziehungsweise zu steuern", so Bauer. (pte)

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