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05.10.2011 Christof Baumgartner

Handy als Börserl

Google hat NFC-Bezahldienst "Wallet" in den USA gestartet.

Das Internetunternehmen Google hat wie erwartet nun seinen Handy-Bezahldienst Google Wallet vorgestellt. Damit können Besitzer eines Smartphones ohne Bargeld oder Kreditkartearte bezahlen. Die nötigen Daten werden über die im Handy eingebaute Funktechnik NFC (Near Field Communication) an ein spezielles Lesegerät an der Kasse übertragen. Zudem lockt das System mit einer bequemen Querverbindung zum Gutscheinsystem Google Offers. Noch steht Google Wallet allerdings nur einer sehr kleinen Zahl an Menschen offen: Nutzer brauchen nicht nur das Google-Smartphone Nexus S, sondern müssen auch noch im Netz des drittgrößten US-Mobilfunkanbieters Sprint sein sowie eine Mastercard-Kreditkarte der Citibank oder eine spezielle Google Prepaid Card besitzen. Mit Visa, American Express und Discover hat Google aber bereits weitere große Kreditkarten-Anbieter ins Boot geholt. Nun fehlen noch taugliche Smartphones. Das Unternehmen rechnet aber laut Blog-Einträgen damit, bald mehr Modelle anbieten zu können.

Aber schon kurz nach der Ankündigung bekommt Google heftigen Gegenwind zu spüren. Die E-Bay-Tochter Paypal hat Klage gegen Google und zwei zum Internetkonzern abgewanderte Ex-Mitarbeiter der E-Bay-Gruppe eingereicht – Stephanie Tilenius sowie Osama Bedier. Letzterer war bis Januar im Bereich mobiler Bezahlsysteme bei Paypal tätig.

GEGENWIND Ein wesentlicher Vorwurf ist, dass Bedier als Paypals ehemaliger Vice President of Platform, Mobile and New Ventures Geschäftsgeheimnisse an Google weitergegeben haben soll. Zudem sei er noch 2011 für Paypal an Verhandlungen mit Google über die Nutzung des Bezahldienstes in Android beteiligt gewesen, ohne seinen damaligen Arbeitgeber über einen Interessenskonflikt zu informieren. Hinzu kommt der Vorwurf, dass die bereits Anfang 2010 von E-Bay zu Google abgewanderte Tilenius wesentlich an Bediers Abwerbung beteiligt gewesen sein soll, was eine Verletzung vertraglicher Vereinbarungen mit E-Bay darstelle. Ähnliches gilt laut Klage für Bedier, der in Folge weitere Paypal-Mitarbeiter umworben haben soll. Google wollte die Vorwürfe bisher nicht kommentieren und verwies darauf, dass man diese erst genauer prüfen müsse.

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