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05.09.2011 pte/Rudolf Felser

NASA lässt Sonnensystem im Browser erkunden

Mit "Eyes on the Solar System" hat die NASA ein Webtool gestartet, das Besuchern die Geheimnisse unseres Sonnensystems näher bringen soll.

Die Applikation setzt auf 3D-Technologie, liefert Informationen in Text, Bild und Ton und ermöglicht den Einblick in ein Zeitfenster von hundert Jahren.

"Erstmals kann die Öffentlichkeit das gesamte Sonnensystem und unsere Missionen in Bewegung und Echtzeit verfolgen", so Jim Green, Leiter der Abteilung für planetare Forschung der NASA. "Es zeigt, dass die NASA weiterhin bemüht ist, ihre Wissenschaft mit allen zu teilen." Erfreut zeigt sich auch Blaine Baggett, der dem Büro für Kommunikation und Bildung der Antriebslabors der Weltraumbehörde vorsteht. "Man kann sich frei durch das Sonnensystem bewegen und sehen, was unsere Weltraumflugkörper sehen und wo sie sich befinden – all das, ohne den Computer verlassen zu müssen."

Eyes on the Solar System setzt auf Unity3D, eine Entwicklungsumgebung, die primär für Videospiele ausgelegt ist. Sie beinhaltet eine 3D-Engine, Physikalgorithmen, einen Terraineditor und weitere Tools zur Erstellung von Unterhaltungssoftware. Eine Basisversion steht kostenlos zum Download zur Verfügung. Das NASA-Entdeckungstool ist über ein Plugin direkt im Browser aufrufbar und benötigt keine Installation eines eigenen Clients.

Derzeit befindet sich das Programm noch in einer Betaphase, erlaubt aber bereits das freie Umherfliegen im All als auch das gezielte Verfolgen einzelner NASA-Projekte, etwa der Jupiter-Sonde "Juno". Mit Zeit- und Geschwindigkeitsreglern kann man die Reise beschleunigen, und so herausfinden, wo sich das Forschungsgerät in zwei Jahren befinden wird. Die Prognose reicht bis in das Jahr 2050, dank eines Rücklaufs bis ins Jahr 1950 sind auch ältere Missionen nachverfolgbar, darunter die Mondlandung des Teams um Neil Armstrong anno 1969.

Die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten von Eyes on the Solar System werden von ausführlichen Tutorials erklärt. Der Nutzer kann sogar zwischen einem 2D- und 3D-Modus wählen, für Letzteren wird lediglich eine handelsübliche Rot-Cyan-Brille benötigt.

"Unsere Visualisierung basiert hauptsächlich auf Missionsdaten, daher wird dieses Programm der NASA als auch der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis komplexer Weltraummissionen vermitteln", hofft Kevin Hussey, der das Labor für Visualisierungstechnik-Anwendungen leitet und dessen Team das aufwändige Webprojekt realisiert hat. (pte)

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