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21.08.2011 pte/Rudolf Felser

Wikipedia: Keine Chance für Gewalt und Pornos

Die Debatte über Wikimedia-Fotos, die einige Nutzer unangenehm berühren könnten, soll bald zu Ende sein. Wikimedia-Redakteure stimmen jetzt im Internet über die künftige Vorgehensweise ab.

Wie Ars Technica berichtet, sieht der aktuelle Vorschlag vor, offensive Fotos nur bei Zustimmung der Nutzer anzuzeigen. Die Abstimmung läuft noch bis zum 30. August.

Seit dem 15. August können fleißige Wikimedia-Bastler an der Umfrage teilnehmen. Wahlberechtigt sind Personen, die zumindest schon zehn Beiträge in einem der Wikimedia-Projekte eingebracht haben und die nicht durch schlechtes Online-Benehmen aufgefallen sind. Auf einer Skala von eins bis zehn können Stimmberechtigte angeben, ob der Vorschlag angenommen werden soll. Offene Punkte sind zum Beispiel die selektive Blockierung von Sex und Gewalt und der Einbindungsgrad einfacher User. Wikimedia argumentiert die Einführung eines Filters damit, dass manche Inhalte der Plattform eine Verstörung der Nutzer verursachen können.

Dieser Umstand wiegt in den Augen von Wikimedia stärker als der Anspruch offen, frei und aufklärerisch zu sein. Bilder mit pornografischen Inhalten und explizite Gewaltdarstellungen erregen am häufigsten Anstoß. Vor allem Kinder sind laut Wikimedia anfällig für offensive Inhalte. Auch der Sprecher des deutschen Netzwerkes Medienethik, Rüdiger Funiok, begrüßt den neuen Vorschlag. "Schon allein aus Jugendschutzgründen ist eine Regelung notwendig. Nur weil etwas bisher immer erlaubt war, ist es nicht richtig. Das Internet wird erst zunehmend rechtlich reguliert. Solche Maßnahmen sind wichtig", so Funiok im Gespräch mit der Nachrichtenagentur pressetext.

Mit der neuen Politik im Umgang mit aggressivem Bildmaterial versucht Wikimedia den Spagat zwischen ihrem Anspruch keiner Zensur unterworfen zu sein und den ständigen Beschwerden von Seiten schockierter Nutzer. Es gab auch Forderungen nach einer kompletten Löschung aller anrüchigen Inhalte. Dabei kontrolliert Wikimedia die Inhalte durchaus. Bei Wikipedia zum Beispiel werden immer wieder Bilder gelöscht, die den Anspruch einer Enzyklopädie nicht erfüllen oder nichts mit dem dazugehörigen Artikel zu tun haben. Der neue Vorschlag stellt einen Kompromiss zwischen zwei Ansprüchen dar und hat deshalb gute Chancen, zu einer Lösung des Problems beizutragen. (pte)

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