Moderne Unternehmen nutzen Innovation aus der "Cloud" Detail - Computerwelt

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15.07.2011 Roland Kissling

Moderne Unternehmen nutzen Innovation aus der "Cloud"

Unternehmen sollten externe Ressourcen für bedeutsame Innovationen nutzen.

Apple, Nike, Procter & Gamble und viele andere machen es vor: sie nutzen das weltweite Potenzial von Kunden und Interessierten, um Innovation im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Die wesentlichen drei Schritte dazu sind für Williams Kollaboration, Offenheit und Teilen. Der Bestsellerautor ("Wikinomics" und "Macrowikinomics") ist seit seinen umfangreichen Studien über morderne Unternehmen zu dem Schluss gekommen, dass wir nun im Zeitalter des intelligenten Netzwerkens ("Age of Networked Intelligence") angekommen sind. Internet und Social Media ermöglichen eine umfangreiche Kooperation von Menschen. Dies könne man nicht nur anhand der Revolutionen in den arabischen Ländern sehen, sondern auch in zahlreichen spontan zusammenkommenden Interessensgruppen von Menschen aus aller Welt. So gut wie jede Branche sei heute einem massiven Wandel unterworfen - jene Unternehmen, welche das Potenzial der externen Kolloboration nicht erschließen können, würden in Zukunft einen deutlichen Wettbewerbsnachteil haben.

ÖFFNUNG SPART INNOVATIONSKOSTEN Wie wichtig Innovation innerhalb der Unternehmen ist, zeigte Williams an einigen exemplarischen Beispielen. Der Nahrungsmittelkonzern Procter&Gamble etwa, der im Jahr 2000 in einer tiefen Innovations-Krise gestanden sei, habe sich damals nach internen Studien zum Versuch entschlossen, Wachstum durch Crowdsourcing zu erreichen. Durch die Einbindung von externen Forschern über eine eigene Web-Plattform könnte man heute 50 Prozent aller Ideen extern ins Unternehmen holen. Über 120 neue Produkte konnten seither entwickelt werden. Auch Unternehmen wie Apple und Nike hätten die Zeichen der Zeit erkannt. Die Unzufriedenheit der Kunden mit der Geschlossenheit des iPhones etwa habe man durch eine teilweise Öffnung des Betriebssystems und Bereitstellung des App-Stores in eine beispiellose Erfolgsstory verwandelt. Nike wiederum habe das Geheimnis einer speziellen Gummiprofil Zusammensetzung geöffnet, um neue Innovationen anzuheizen. Der Benefit für Nike: Abhängigkeit von einem einzelnen Produzenten zu verringern. Aber nicht nur die Großen können die Intelligenz der Crowd nutzen. Die meiste Innovation komme seiner Erfahrung nach gerade aus kleinen und stark vernetzten Unternehmen. Web-Plattformen wie Ponoko oder Quirky dazu könnten durch ihre große Community aus intelligenten Produktideen ein fertiges Produkt machen - in jedem Teil des Produktzyklusses, von der Marktforschung bis hin zur Produktion nutze man die Fähigkeit der registrierten User. Jeder von ihnen erhält im Falle eines Erfolgs seinen finanziellen Anteil. 3D Drucker, welche bereits jetzt für unter 1.000 US Dollar erhältlich seien, und Plastikmodelle neuer Produkte in Sekunden von Wohnzimmer zu Wohnzimmer schicken könnten, würden die Produktentwicklung auf eine ganz neue Ebene stellen.

WAS MAN KONKRET TUN KANN Williams zeigt in seiner Keynote ganz konkrete Schritte die Unternehmen setzen können. Zum einen das Potenzial der eigenen Mitarbeiter richtig zu nutzen. Google etwa stelle seinen Mitarbeitern einen Tag pro Woche für eigene Forschungen zur Verfügung. Einzige Bedinung: die Idee muss zuerst Google selbst angeboten werden. Weiters sollte man Ideenplattformen einführen, in denen kollaboratives Arbeiten erleichtert würde - intern und extern. Auch die Öffnung eines Produktes für die Öffentlichkeit könne ein neues Ökosystem erschaffen, das letztlich bedeutende Vorteile für das Unternehmen schaffen könnte.

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