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11.05.2011 Alex Wolschann/pte

Rauchen 2.0: Die vernetzte E-Zigarette

Die Möglichkeit, sich mithilfe von kabelloser Technologie kommunikativ zu vernetzen, ist heute gefragter denn je. Die Konzepte werden dabei immer fantasievoller.

Die Möglichkeit, sich mithilfe von kabelloser Technologie kommunikativ zu vernetzen, ist heute gefragter denn je. Die Hersteller reagieren auf diese Entwicklung mit dem Versuch, entsprechende Funktionen in so viele Endgeräte wie möglich zu integrieren. Neuester Wurf in dieser Hinsicht sind die sogenannten "Smart Packs" des E-Zigaretten-Produzenten Blu. Die mit einem speziellen Sensor bestückten tabakfreien Glimmstängel zeigen ihrem Besitzer nicht nur an, wenn sich andere Raucherkollegen in der näheren Umgebung befinden, sondern stellen auf Wunsch auch gleich die persönlichen Kontaktinformationen bereit.

"Mit unseren 'Smart Packs' werden Sie mehr Leute kennenlernen als jemals zuvor", verspricht Blu-Gründer Jason Healy in einem Bericht der New York Times. Was die Marktaussichten des neuen Produktes, das offiziell bereits im Juni in den US-Handel kommen soll, betrifft, gibt er sich sehr zuversichtlich: "E-Zigaretten haben mehrere Vorteile gegenüber herkömmlichen Kippen. Die neue Variante wird sich insbesondere in solchen Situationen als nützlich erweisen, in denen die Leute auf ein Gespräch aus sind, aber gleichzeitig das Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen umgehen wollen", so Healy.

Das Funktionsprinzip der "Smart Packs" ist recht einfach: Die neuartigen elektronischen Zigaretten sind mit speziellen Sensoren ausgestattet, die die aktuelle Umgebung des Nutzers kontinuierlich nach Funksignalen durchforsten, die von möglichen anderen vernetzten Zigarettenpackungen ausgestrahlt werden. Sobald ein derartiges Signal in einem Radius von 50 Fuß (rund 15 Meter) registriert wird, schlagen die Sensoren Alarm und bringen die Packung dazu, zu vibrieren und den User mit einem blau blinkenden Licht darüber zu informieren, dass sich ein potenziell gleichgesinnter Gesprächspartner nähert.

Über die wieder verwendbaren Zigarettenschachteln, die auch als Ladestation für die tabaklosen Glimmstängel fungieren, kann der Nutzer zudem einstellen, dass beim Aufeinandertreffen von "Smart Pack"-Besitzern automatisch die persönlichen Kontaktinformationen - etwa Profile auf Social-Networking-Portalen - ausgetauscht werden. Diese können anschließend gespeichert und via USB-Kabel auf einen Computer übertragen werden.

Spätere Versionen der "mitdenkenden Zigarettenschachteln" sollen dem Blu-Gründer zufolge aber auch noch über weitere Features verfügen: "Wir denken an die Anbindung an eine Smartphone-Applikation, die die Möglichkeiten für eine Echtzeit-Kommunikation der User erheblich erweitern könnten." Zusätzlich sei aber auch die Entwicklung eines Monitoring-Systems geplant, das Aufschluss darüber geben soll, wie viel ein Nutzer in einem bestimmten Zeitraum raucht und die gesammelten Daten etwa an den zuständigen Arzt weiterleiten kann.

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