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05.04.2011 Alex Wolschann/pte

Mozilla kämpft gegen Add-ons

Mozilla hat angekündigt, im Kampf gegen lange Startzeiten bei Firefox stärker gegen lähmende Add-ons vorzugehen.

Mozilla hat angekündigt, im Kampf gegen lange Startzeiten bei Firefox stärker gegen lähmende Add-ons vorzugehen. Denn im Schnitt bedeutet jede Erweiterung, dass der Browser um ein Zehntel länger zum Laden braucht und in Extremfällen gar um drei Viertel. In Zukunft will man Nutzer also deutlicher vor Performance-Bremsen warnen, so Justin Scott, Add-ons Product Manager, im Mozilla-Blog. Zudem sollen sich Entwickler um maximal fünf Prozent Verlangsamung bemühen. Davon sind derzeit auch einige sehr beliebte Add-ons weit entfernt, darunter auch der absolute Publikumsfavorit "AdBlock Plus".

Mozilla setzt schon lange auf Add-ons, damit User ihren Browser leicht an ihre persönlichen Bedürfnisse anpassen können. Doch die Erweiterungen können den Browser insbesondere beim Start bremsen. In manchen Fällen und je nach Hard- und Softwarekonfiguration eines Systems kann sich das für Nutzer spürbar bemerkbar machen. "Vielen Usern ist gar nicht bewusst, dass Add-ons diese Verzögerungen bewirken können. Daher wollen wir die Performance deutlich verbessern", schreibt Scott.

Zunächst hat Mozilla eine Liste veröffentlicht, wie sich die beliebtesten Erweiterungen auf den Browser-Start auswirken. Immerhin 21 Prozent Verzögerung bewirkt demnach AdBlock Plus, das erfolgreichste Add-on überhaupt. Spitzenreiter unter den Performancebremsen sind mit je 74 Prozent Startverzögerung das Übersetzungstool "FoxLingo" und das Entwicklertool "Firebug". In weiterer Folge will Mozilla alle Add-ons berücksichtigen und auch messen, wie sie sich beispielsweise auf Seitenladezeiten auswirken.

Um Usern ein besseres Bild von Browser-Bremser zu vermitteln, wird Mozillas Add-on-Gallerie in Kürze eine passende Warnung bei Erweiterungen anzeigen, welche die Startzeit um zumindest ein Viertel verlängern. Zugleich soll ein Update der Performance Best Practices Entwicklern helfen, ihre Add-ons durch saubere Programmierung so zu optimieren, dass sie möglichst geringe Auswirkungen haben. Weiters will Mozilla Tools bieten, um Performance-Tests zu erleichtern.

Zum Schutz der User ist laut Scott zudem geplant, dass Firefox bei Add-ons in Zukunft auf ein klares Opt-in-Modell umsteigt. Das soll die Installation von Toolbars und anderen Erweiterungen durch Drittanbieter-Software eindämmen. Daher wird es "in einer kommenden Version" von Firefox erforderlich sein, dass User ein Add-on direkt im Browser bestätigen, ehe es installiert werden darf.

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