Browser: 10 Gründe für den Umstieg auf Firefox 4 Detail - Computerwelt

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28.03.2011 Katherine Noyes*

Browser: 10 Gründe für den Umstieg auf Firefox 4

Firefox 4 kommt - und ist damit dicht auf den Fersen von Googles Chrome 10 und Microsofts Internet Explorer 9. Warum der neue Feuerfuchs trotzdem die beste Wahl ist? Wir geben Ihnen 10 gute Gründe dafür.

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual. Gleich drei neue Browser-Updates werden beziehungsweise wurden in diesen Tagen veröffentlicht: Googles Chrome 10, Microsofts Internet Explorer 9 und Mozillas Firefox 4. Da nimmt man gerne ein bisschen Hilfe an um herauszufinden, welcher Browser nun der richtige für die eigenen Bedürfnisse ist. Zumindest was Firefox 4 angeht ist jedoch sicher: der neue Feuerfuchs hat einiges unterm Fell, worauf die anderen neidisch sein könnten. Was das im einzelnen ist, sagen wir Ihnen.

1) Der Gepard unter den Füchsen Die neue JägerMonkey JavaScript-Engine verschafft Firefox 4 gigantische Leistungsvorteile. Darunter kürzere Ladezeiten beim Programmstart, Rendern von Grafiken und Laden von Webseiten. Bei Benchmark-Tests unter Kraken, SunSpider und V8 bläst Firefox 4 zum Beispiel alle früheren Versionen des Browsers gnadenlos weg: die Ergebnisse des Leistungstests sind rund drei bis sechs Mal besser. Damit schlägt Firefox 4 auch Chrome 10, Opera 11.1 und den Internet Explorer 9 im Kraken-Benchmark. Fazit: Schnell wie ein Gepard, nicht wie ein Fuchs.

2) Schlankheitskur geglückt Die Tabs werden in Firefox 4 visuell nun am stärksten hervorgehoben, um effizienteres und intuitiveres Surfen zu ermöglichen. Zusätzlich zu diesem neuen Layout schiebt Firefox 4 auch einige neue Funktionen nach, die die Bedienung erleichtern sollen. Zum Beispiel die Tab-Wechsel-Funktion: wenn eine bereits geöffnete Seite in einem neuen Tab nochmals aufgerufen wird, wechselt der Browser stattdessen zum bereits geöffneten Tab und sorgt so für mehr Übersichtlichkeit. Hinzu kommen neue App-Tabs, die es dem Nutzer erlauben, dauerhaft geöffnete Seiten wie Googlemail oder Facebook aus der Tab-Leiste zu entfernen und sie komplett in den Browser zu integrieren. Diese Seiten sind dann stets in einer speziellen Leiste links der angezeigten Webseite sichtbar. Ferner werden neue Aktivitäten auf einer solchen App-Tab-Seite mit leuchtenden Symbolen angezeigt - zum Beispiel, wenn eine neue Mail im Postfach liegt.

Um beim Programmstart Zeit zu sparen, konzentriert sich Firefox 4 zudem erst auf das Laden der aktiven Seite und der App Tabs - erst danach werden alle anderen Tabs schrittweise geladen. Ebenfalls neu: der Firefox Button, der alle Menüpunkte wie Optionen, Ansicht, etc, in einem einzelnen Button vereint.

3) Panorama Die Funktion Panorama feierte ihr Debut als Add-On, mittlerweile ist sie fester Bestandteil von Firefox 4 und hilft ebenfalls dabei, geöffnete Tabs übersichtlich zu halten. Damit können Surfer einzelne Tabs in Gruppen zusammenfassen und organisieren, sie individuell benennen und anordnen. Zusätzlich bietet Panorama nun die Möglichkeit, Tabs auf einer weißen Leinwand visuell anzuordnen. Zum Beispiel in logischen Gruppen für Arbeit, Familie, Hobby und so weiter.

4) Sync Eine weitere neue Funktion, die ursprünglich bloß als Add-On gedacht war, ist Sync. Sync synchronisiert individuelle Versionen von Firefox auf unterschiedlichen Geräten. Wenn Sie also zum Beispiel am Bürorechner den Weg zu einem Restaurant nachschlagen, synchronisiert Sync diesen Seitenaufruf auch mit den Firefox-Versionen auf Ihrem Privatrechner, Ihrem Laptop und Ihrem Smartphone. So sind Sie in der Lage, aufgerufene Seiten von überall her schnell und einfach wiederzufinden. Um die Privatsphäre zu wahren, werden diese Informationen lokal auf dem Gerät des Nutzers gebündelt und verschlüsselt, bevor sie übers Netz synchronisiert werden.

5) Spuren verwischen Mit einer einzigen Checkbox kann der Nutzer in Firefox 4 festlegen, dass bei keinem Aufruf einer Webseite sein Surf-Verhalten und -Verlauf gespeichert und nachverfolgt wird. Theoretisch können Werber und Webseiten dieses Verbot zwar umgehen - genauso wie andere Mechanismen zum Schutz der Privatsphäre in anderen Browsern. Tests in der Beta-Version von Firefox 4 haben jedoch gezeigt, dass Werbe-Websites immer mehr daran interessiert sind, die Wünsche des Nutzers zu respektieren und auf diese Einstellungen Rücksicht zu nehmen.

6) Ein Blick ins Innere Viele neue Funktionen von Firefox 4 sind für den Nutzer nicht direkt ersichtlich. Darunter zum Beispiel die neue Untersützung des WebM-Formats für Videos in HD-Qualität, 3D-Grafik via WebGL, elegante Animationen dank CSS3 und Multitouch-Unterstützung. Ferner verfügt Firefox 4 über schnelle Grafikbeschleunigung mit Direct2D und Direct3D unter Windows, XRender unter Linux und OpenGL unter Mac.

7) Sicher ist das sicher Dank HTTP Strict Transport Security, kurz HSTS, stellt Firefox 4 nunmehr sicher, dass alle Informationen einer Webseite immerzu verschlüsselt gesendet werden und Angreifer so davon abgehalten werden, sensible Daten abzufangen. Content Security Policy, kurz CSP, sorgt außerdem dafür, dass standortübergreifende Script-Attacken (zum Beispiel durch eine Kommentarfunktion) Webseiten nicht mehr gefährlich werden können.

8) HTML 5 Firefox 4 kommt mit einem neuen HTML-5-Synatxanalysator und voller Unterstützung von Web-Videos, Audio und Drag & Drop. Kurzum: alle Web-Umgebungen der neuesten Generation werden vollkommen unterstützt.

9) Firefox macht multi Während Microsofts Internet Explorer 9 lediglich unter Windows funktioniert - und hier auch nur unter Vista und 7 - setzt Firefox 4, wie schon seine Vorgänger, auf multiplatform. Ganz egal also, ob Sie unter Windows, Linux oder MacOS surfen: Firefox surft mit.

10) Gemeinschaftswerk Hersteller-eigene Browser, wie zum Beispiel Microsofts Internet Explorer 9, werden von einem bezahlten Entwickler-Team angefertigt, das so seine ganz eigene Vorstellung davon hat, was Nutzer wirklich wollen. Firefox dagegen wurde in den letzten Jahren von eben den Leuten geformt und verändert, die den Browser tagtäglich nutzen. In Zahlen ausgedrückt: zwischen 30 und 40 Prozent des Codes von Firefox wurde von der Nutzergemeinschaft entwickelt. Zweifellos gibt es kaum einen besseren Weg, ein Produkt nach den Wünschen der Nutzer zu gestalten.

* Der Artikel stammt von der deutschen PC-Welt.

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