Gastkommentar: Community Management 2.0 Detail - Computerwelt

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23.03.2011 Alexander Simon*

Gastkommentar: Community Management 2.0

Online Communities werden auf nahezu allen Social Webs implementiert. Die Plattform ist gegründet, Mitglieder wurden eingeladen und keiner schreibt – was ist da los? Community Management ist kein rein technisches Thema.

Die Technik ist bloß die Plattform; ob diese mit Leben erfüllt wird, entscheiden die Menschen hinter den Bildschirmen mit ihren individuellen Zielen. Diese Ziele entscheiden, worauf sie ihre Aufmerksamkeit legen, denn genau wie Zeit handelt es sich dabei um ein knappes Gut. In anderen Worten: Communities leben dann, wenn sie den Mitgliedern bei der persönlichen Zielerreichung nutzen. Ich unterscheide zwischen zwei Arten von Communities: Da sind zum einen jene, die ein konkretes Ziel mit einer Deadline verfolgen. Beispiele dafür sind Lerngemeinschaften, die sich auf eine Prüfung vorbereiten, die an einem bestimmten Termin stattfindet. Oder eine Gruppe, die an einem Dokument arbeitet, das zum Abgabetermin fertig sein muss. Die Zielsetzung hat damit in den meisten Fällen schon Projektcharakter. Solche Gruppen durchlaufen in der Regel jene Phasen, die Tuckman (www.sinnwerkstatt.ch) formuliert hat: Diese reichen von der Auswahl der Mitglieder (Forming) bis hin zur Auflösung der Gruppe nach Zielerreichung (Mourning). Es macht Sinn, dieses Modell nachzulesen und in der Moderation einer solchen Gruppe zur berücksichtigen.

Eine zweite Art von Communities besteht in der Regel »bis auf weiteres« und hat demnach keinerlei Projektcharakter. Das sind meist »Communities of Interest«, elektronisch finden sich diese in Foren auf Social Webs und im Internet allgemein. In diesem Zusammenhang empfehle ich als Lektüre ganz besonders den »Community Lifecycle« nach Rob Howard: Das Modell des bekannten Autors beschreibt die Phasen einer solchen Community, beginnend mit ihrer Gründung bis hin zum Selbstläufer. Auch hier sind je nach Phase unterschiedliche Schwerpunkte in der Moderation zu setzen.

Treibende Kraft in beiden Fällen ist der »Community Manager«. In Deutschland befasst sich der BVCM (Bundesverband für Communitymanagement) damit, auch ein entsprechendes Berufsbild zu definieren und die Mitglieder bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

* Der Autor ist Geschäftsführer der ­Simon GesmbH.

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