Österreich baut Cyberabwehr aus Detail - Computerwelt

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23.03.2011 Edmund E. Lindau

Österreich baut Cyberabwehr aus

Neben CERT.at und dem Gov.CERT des Bundeskanzleramts entwickeln sich derzeit eine Reihe neuer IT-Security-Initiativen.

Für viele Jahre war das CERT der TU Wien Österreichs einziges Computer Emergeny Response Team. Dies stieß bis 2008 vielfach auf internationale Kritik, da es bis dahin auf internationaler Ebene kaum lokale Ansprechpartner für den Cyber-Krisen-Ernstfall in Österreich gab. Erst 2008 verbesserte sich – mit der Einrichtung des CERT.at und des Gov.CERT – die Situation spürbar.

Nun lässt eine Meldung aus dem Innenministerium aufhorchen. Im Rahmen ihres jüngsten, fünftägigen US-Besuches informierte sich ÖVP-Innenministerin Maria Fekter unter anderem über den Schutz vor Cyberattacken im Internet. Die USA seien Vorreiter auf dem Gebiet, und österreichische Experten würden sich dort in Zukunft über den Stand der Dinge informieren. Gleichzeitig kündigte sie die Einrichtung eines »Zentrums für Cyber-Sicherheit« am AIT-Standort (Austrian Institute of Technology) Seibersdorf an. Das AIT hielt sich gegenüber der Computerwelt zu diesem Thema eher bedeckt. Im Rahmen des Safety & Security Departments forsche man seit Jahren zu Thema Effizienz und Zuverlässigkeit kritischer Infrastrukturen. Und aus dem Innenministerium war zu erfahren, dass es sich dabei um ein Projekt des Bundeskriminalamts handle, welches sich aber erst in der Anfangsphase befinde.

Einen Schritt weiter ist man am Industriestandort Oberösterreich. Dort haben sich 16 lokale Unternehmen, Industriebetriebe und die Landesregierung zum »Arbeitskreis Cyber Security Oberösterreich« zusammengeschlossen. Damit wäre Oberösterreich das erste Bundesland Österreichs, das seine eigene institutionenübergreifende Cyberabwehr haben könnte.

KOORDINATION UND KOOPERATION Seitens der ISPA (Internet Service Provider Austria) begrüßt man diese Aktivitäten. ISPA-Generalsekretär Andreas Wildberger gegenüber der Computerwelt: »Es ist wichtig und macht Sinn, sich auf allen Ebenen Gedanken zum Thema Cyber-Security zu machen. Genauso wichtig ist aber die Einbettung solcher Initiativen in den größeren nationalen und auch europäischen Kontext. Diese Koordination – auch mit den ISP – liegt in Österreich beim Bundeskanzleramt, das generell den Schutz kritischer Infrastrukturen, also nicht nur der ‚Informationsinfrastruktur‘, im Auge hat.« Cyber-Kriminalität sei ein Gebiet, das näher beim Innenressort liege, während das Thema Cyberwar stärker im Verteidigungsministerium anzusiedeln sei. Wildberger: »Das Zauberwort heißt daher Koordination und Kooperation jener, die das Internet bzw. die Informationsinfrastruktur schützen«.

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