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17.03.2011 Panagiotis Kolokythas*

Internet Explorer 9: Alle Details & Download

Microsoft hat die finale Version vom Internet Explorer 9 zum Download freigegeben. Wir liefern den Download und verraten, wieso es sich lohnt, ihn auszuprobieren.

Microsoft hat den Internet Explorer 9 in der finalen Version zum Download freigegeben. Vor knapp einem Jahr hatte Microsoft mit dem ersten Plattform Preview vom Internet Explorer 9 die neue Browser- und Javascript-Engine vorgestellt. Im September 2010 folgte die erste Beta, die auch einen Ausblick auf die neue Oberfläche und den neuen Funktionen gab. Dem Release Candidate vom Februar folgt nun die finale Version.

Schlechte Nachricht für die vielen, vielen XP-Nutzer: Windows-XP-Nutzer gehen leer aus, wie Microsoft aber auch vorab erklärt hatte. XP-Nutzer müssen aber nicht traurig sein, denn der demnächst erscheinende Firefox 4 wird Windows XP unterstützen. Und auch Google Chrome und Opera halten an der XP-Unterstützung fest.

Der Internet Explorer 9 bietet eine stark verbesserte Browser- und Javascript-Engine, mit der der Internet Explorer deutlich schneller wird und teilweise die Konkurrenz auch überholt. Hinzu kommen die Unterstützung von HTML5 und vielen weiteren modernen Web-Technologien. Auch die Oberfläche wurde stark überarbeitet.

Hinweis: Den Download-Link für den IE 9 für Windows Vista und Windows 7 finden Sie am Ende dieses Artikels.

UNTERSTÜTZUNG VIELER OFFENER STANDARDS Viele Neuerungen und Änderungen beim Internet Explorer 9 liegen vor allem unter der Haube. So bietet der Browser nunmehr eine (erweiterte) Unterstützung für HTML5, SVG, CSS3 und DOM, die Entwicklern neue Möglichkeiten bei der Gestaltung von Websites bieten. Welche Möglichkeiten dies sind, demonstriert von technischer Seite her die Website Internet Explorer 9 Test Drive und von der künstlerischen Seite her Beautyoftheweb.com.

Für Geschwindigkeit beim Surfen soll unter dem Internet Explorer 9 die Hardware-beschleunigte Darstellung von Grafiken, Texten, Audios und Videos sorgen. Multicore-CPUs und GPUs wurden von Browsern bisher nicht verwendet. Dies will Microsoft mit dem Internet Explorer 9 ändern. So lautet das neue Motto auch "GPUs sind nicht nur für Gamer".

Die Rechenleistung der GPUs hat in den vergangenen Jahren im Vergleich zu CPUs überproportional zugenommen. So sind GPUs bei Fließkomma-Berechnungen um bis zu 10 Mal schneller als CPUs. Davon soll künftig der Anwender auch beim Surfen im Web profitieren, indem die GPU die CPU beim Berechnen der Websites tatkräftig unterstützt. Hardware-Beschleunigung ist auch bei Safari, Chrome und Firefox ein Thema, allerdings nutzt Microsoft die GPU-Beschleunigung bei allen rechenintensiven Aufgaben. Davon profitieren auch Benutzer von Notebooks, denn die GPU benötigt in der Regel weniger Strom als die CPU. Nur bei High-End-Gaming-Notebooks kann sich das eher negativ auf die Akkuleistung auswirken.

HARDWARE-BESCHLEUNIGUNG IM DETAIL Von der GPU-Beschleunigung profitieren beispielsweise in Websites eingebundene Video- und Audio-Inhalte. Bisher fand die Berechnung dieser Inhalte über Plug-Ins und via CPU statt. Dieser Umweg ist durch HTML5 nicht mehr notwendig, so dass die Inhalte nicht nur direkt, sondern auch mit Unterstützung der GPU berechnet werden. Dabei werden die Windows-APIs Direct2D und DirectWrite eingesetzt. Hinzu kommt die Unterstützung für das HTML5 Canvas-Element, wodurch die (ebenfalls Hardware-beschleunigte) Berechnung von Grafik-Elementen vereinfacht und erweitert wird.

Entwickler freuen sich dagegen über die Unterstützung neuer CSS3-Module, SVG, DOM L2, DOM L3 und ECMAScript5, die die Entwicklung komplexerer Websites erleichtern. Hierfür arbeitet Microsoft aktiv mit dem W3C für offene Standards zusammen.

Aber auch der Internet Explorer 9 erreicht beim Acid3-Test nicht die volle Punktzahl von 100 Punkten. Letztendlich ist dies aber egal und auch die Entwickler äußerten sich auf Nachfrage der PC-WELT dementsprechend: "GPU-Beschleunigung, Unterstützung von neuen Web-Standards und die neue JavaScript-Engine waren uns wichtiger. Und letztendlich: Was für einen Unterschied machen die paar fehlenden Punkte beim Acid-3-Test wirklich?"

CHAKRA: DIE NEUE JAVASCRIPT-ENGINE Umfragen von Microsoft haben ergeben, dass im Schnitt in jedem PC, den Windows-Nutzer verwenden, 2,42 CPUs stecken. Mit anderen Worten: Die Mehrheit der Windows-Nutzer verwendet bereits ein Multicore-System, wovon der Browser bisher aber nicht profitierte.

Für den Internet Explorer 9 hat Microsoft die neue JavaScript-Engine Chakra entwickelt, die auf Multicore-CPUs optimiert ist. Der Clou: Chakra kompiliert den JavaScript-Code im Hintergrund in schnellen Maschinencode, während sich die restlichen CPU-Kerne im Vordergrund um die Berechnung der Darstellung der Website kümmern. Damit ist Chakra schneller, als die bisherigen Javascript-Engines, die als Interpreter JavaScript-Code verarbeiten, indem sie den Code Schritt für Schritt übersetzen.

Welche Vorteile die Hintergrund-kompilierende JavaScript-Engine Chakra bietet, soll die IE9-Demo Speed Reading demonstrieren. In dem Beispiel wird der JavaScript-Code derart schnell verarbeitet, dass der Mensch den angezeigten Text nicht lesen kann. Browser, die dagegen JavaScript-Interpreter nutzen, brauchen deutlich mehr Zeit.

SCHLANK: DIE NEUE OBERFLÄCHE DES INTERNET EXPLORER 9 Was nach dem ersten Start des Internet Explorer 9 auffällt, ist die im Vergleich zu früher extrem abgespeckte Oberfläche. Diese besteht nur noch aus den Zurück- und Vor-Buttons, dem Adress-Eingabefeld (inklusive Aktualisieren- und Stopp-Button) und den drei Icons für "Startseite", "Favoriten" und "Optionen". Mit einem Rechtsklick auf einen Tab können Sie im Kontextmenü "Registerkarten in einem separaten Zeile anzeigen" auswählen. Alle Tabs werden dann unter der Adresszeile angezeigt, was allerdings auch mehr Platz in Anspruch nimmt.

Menü-, Favoriten- und Statusleiste sind nunmehr standardmäßig ausgeblendet und können manuell eingeschaltet werden. Wer die Menüleiste nur vorübergehend einschalten möchte, der hält kurz die Alt-Taste gedrückt.

Öffnet man einen neuen Tab, dann zeigt der Internet Explorer 9 Beta vom Anwender am häufigsten aufgerufenen Websites an. Kleine Balken unter dem Namen der Website signalisieren, wie häufig der Anwender die betreffende Website genutzt hat. Ein langer Balken signalisiert beispielsweise, dass die Website besonders häufig aufgerufen wurde. Die Farbe des Balkens hängt übrigens von der Farbe ab, die das Website-Logo der Seite primär verwendet.

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