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16.03.2011 pte/Rudolf Felser

Ebay stellt sich für Händler neu auf

Das Internet-Auktionshaus Ebay kämpft mit schwachen Zuwachsraten. Um mehr Händler für die eigene Online-Plattform gewinnen zu können, will man nun mit einem neuen Gebührenmodell an den Start gehen.

Wie das Unternehmen wissen ließ, geht es dabei in erster Linie um eine Senkung der Kosten für Händler. Diese sollen in Zukunft kostenfrei bis zu 50 Produkte und Waren pro Monat auf Ebay einstellen können. Auch die "Sofort kaufen"-Option bleibt für diese Angebote gratis. Als Starttermin für die neuen Bestimmungen wird der 19. April angegeben.

"Die aktuell angekündigten Veränderungen, die im Laufe der nächsten Monate implementiert werden, sind Teil unserer regelmäßigen Händler-Updates", erklärt Todd Lutwak, Vice President im Bereich Seller Experience, gegenüber dem Wall Street Journal. Mit der neuen Gebührenstruktur wolle man die Anreize für Händler weiter steigern. "Wir gehen in die Offensive", betont Ebay-CEO John Donahoe, der für die nächsten drei Jahre im Marktplatz-Geschäft ein Wachstum von fünf bis sieben Prozent erwartet.

MEHRERE ÄNDERUNGEN Zusätzlich zu den oben beschriebenen Neuerungen sollen einige Änderungen auch erst etwas später, am 6. Juli, in Kraft treten. Ein Beispiel hierfür ist etwa die neue Berechnung der Abschlussgebühr. Diese soll künftig auf die gesamte Transaktionssumme inklusive Versandkosten gerechnet werden, was vor allem solchen Händlern zugute kommen dürfte, die einen kostenlosen Versand ihrer Waren anbieten.

Für Konsumenten will Ebay einen neue Shopping-Karte einführen, die ihnen dabei helfen soll, bei mehreren Auktionen und Produkt-Listings den Überblick zu bewahren. Die Nutzung sogenannter "Checkout-Karten", wie sie bislang nur von Drittentwicklern wie Auctiva oder ChannelAdvisor angeboten werden, soll nur noch bis Ende Juni möglich sein.

Das Online-Aukionshaus hat sein Gebührenmodell innerhalb der vergangenen Jahre bereits des Öfteren einer Sanierung unterzogen. Hintergrund der Anpassungen war zumeist der Versuch, das eigene Portal insbesondere auf Händlerseite attraktiver zu gestalten. Erst Anfang 2010 hatte man beispielsweise auch in den USA Gratis-Auktionen eingeführt, um die Verkaufsaktivitäten sowohl regelmäßiger als auch unregelmäßiger Besucher zu steigern. (pte)

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