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01.03.2011 Rudolf Felser

Ich denke, also tweete ich

Das Brain-Computer Interface von g.tec ermöglicht es Menschen, die bei Bewusstsein aber nahezu vollständig gelähmt sind, zu kommunizieren. Beispielsweise über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Sowohl Privatpersonen als auch Organisationen verwenden Twitter, um Kurznachrichten zu verbreiten. Gerade für Menschen mit Handicaps sind soziale Netzwerke die Chance mit anderen in Verbindung zu treten. Dafür entwickelte g.tec ein Brain-Computer Interface (BCI), das es sogenannten locked-in Patienten – also Menschen, die bei erhaltenem Bewusstsein nahezu vollständig gelähmt sind und denen Kommunikation dadurch nicht möglich ist – ermöglicht, mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Sie twittern mittels ihrer EEG Signale.

SO FUNKTIONIERT'S Der mit einer speziellen Kappe versehene Patient blickt dazu auf einen Computerbildschirm, auf dem das Alphabet, Zahlen zwischen 0 und 9 und Sonderzeichen zu sehen sind. Nach dem Start des Programms blitzen die Zeichen schnell hintereinander auf. Das erste Wort, das der Patient schreiben möchte ist "WATCH". Somit wird er sich auf das "W" konzentrieren. Im EEG Signal ist nach 300 Millisekunden zu sehen, dass ein Ereignis auftrat, das erwartet wurde (das "W" ist aufgeblitzt). Ein kleiner Ausschlag ist erkennbar. Der Computer wird mit den Daten gefüttert, die Software analysiert diese, erkennt, was der Patient schreiben möchte. Das "W" erscheint am Bildschirm. Nach diesem Prinzip wird die komplette Nachricht geschrieben. Wenn sich der Patient am Ende der Nachricht auf das Sonderzeichen "Post" konzentriert, wird die Nachricht in Twitter gepostet. Natürlich ist eine Anwendung in ähnlicher Weise nicht allein auf Twitter beschränkt.

Unter anderem diese Technologie präsentiert g.tec auch auf der Cebit (Halle 9, Stand D01/2). Die Technologie wurde unter anderem in den EU-Projekten VERE und ALIAS entwickelt. Der Hersteller gewann dafür einige Preise, zuletzt den Microsoft Innovation Award 2010. (pi/rnf)

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